Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 1 - 20.06.2001 - 20.05.2006

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@Andreas, Odin: Beweismittel-Löschung ?

T.Lentze, Tuesday, 18.01.2005, 13:33 (vor 7687 Tagen)

Magnus hatte gestern auf die strafrechtliche Relevanz des Beitrages von Odin hingewiesen. Auch dieser Beitrag ist, wie zahlreiche andere, durch Andreas gelöscht worden.

Ursprünglich hatte ich keineswegs daran gedacht, von der Möglichkeit einer strafrechtlichen Verfolgung Gebrauch zu machen. Zum Zeitpunkt von Odins Entgleisung hätte ich jedenfalls hingenommen, daß dieser Beitrag (Umlügen eines KZ-Opfers in einen KZ-Täter) gelöscht worden wäre.

Je länger jedoch Odin versucht, die Angelegenheit auszusitzen - offenbar mit Rückendeckung durch Andreas -, und je rücksichtsloser Andreas von seinem "Hausrecht" Gebrauch macht, um so mehr strapaziert dies meinen Geduldsfaden. Sicher, ein Hausherr hat das Recht, Streithähne vor die Tür zu setzen. Es muß jedoch nicht hingenommen werden, wenn dadurch Dokumente vernichtet und zahlreiche Beteiligte auf diese Weise beleidigt werden.

Was ärgert uns denn so sehr an der regierungsamtlich angestrebten Verhinderung von Vaterschafts-Feststellungen ? Eben genau das: Puffmutter Stäätin deckt die Mutter-Nutte. Beweismittel für die Straftat der Personenstandsfälschung sollen nicht gelöscht, aber verhindert werden. Die Straftat soll ausgesessen werden, bis das Kind ohnehin erwachsen ist, ohne Rücksicht auf unauslöschliche, bleibende Schäden.

Es hat eine mich unbehagliche stimmende Symbolkraft, daß ein Mensch, der eine an sich begrüßenswerte Kampagne im Sinne der Aufdeckung von Kindsunterschiebungen ins Leben gerufen hat, ja der hierin auch für die Beratung der Opfer plädiert, auf persönlicher Ebene im Prinzip das tut, für dessen Aufhebung er öffentlich eintritt.

Die zahlreichen Reaktionen auf Odins Entgleisung sind Zeichen von Gesundheit genau in dem Sinne, wie es ein Zeichen von Gesundheit ist, daß eine breite Öffentlichkeit sich jetzt mit dem Thema der Aufdeckung von Kindsunterschiebungen befaßt.
Es ist ein hoffnungsvolles Zeichen vor allem, daß das geplante Verbot der Aufdeckung eine so starke Proteste ausgelöst hat.

Eine wirklich negative Symbolkraft hat es, wenn ausgerechnet hier in diesem Forum Proteste gegen das Verbot einer Diskussion gelöscht werden. Es geht ja auch hier um eine Unterschiebung: daß nämlich mein Vater nicht KZ-Opfer, sondern KZ-Täter gewesen sei.

Sollte auch dieser Beitrag gelöscht werden, so wird er andernorts erscheinen. Noch gibt es eine Chance, die Angelegenheit zu bereinigen.

Thomas Lentze, Bonn, TLentze@web.de


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