Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: noch mal Abtreibung

Gast316, Friday, 07.01.2005, 00:28 (vor 7699 Tagen) @ AJM

Als Antwort auf: Re: noch mal Abtreibung von AJM am 06. Januar 2005 19:55:15:

1.Gemessen an den biologischen, naturgegebenen Fakten: Es ist bewiesen, dass der Mensch von seiner Zeugung an einer ist. Basta. <

Sorry, "Basta" ist weder ein Argument noch trifft es die Sache. Und "naturgegeben" ist es auch nicht. Letztendlich ist es eine Frage des Standpunktes, und solange "Basta"-Menschen jedwede andere Ansicht mit fast schon missionarischen Eifer als falsch abqualifizieren (und ihre eigene logischerweise als die einzig richtige ansehen), solange wird über dieses Thema weiter gestritten werden und zu einem Ergebnis kommt man nie. Wobei es m.E. gar keines Ergebnisses bedarf. Es wird immer verschiedene Meinungen geben und niemand kann mit Sicherheit sagen, ob eine befruchtete Eizelle schon ein Mensch ist oder eben nur eine befruchtete Eizelle. Ich nehme nicht für mich in Anspruch allwissend zu sein, deshalb würde ich auch nie sagen: "Ein mehrzelliger Haufen ist kein Mensch- Basta", sondern ich sage: "Meiner Meinung nach ist es kein Mensch." Aber ich respektiere andere Meinungen. Nur die Schärfe und die (vermeintlich) entgültige Aussage der Abtreibungsgegner führt leider in eine Sackgasse. Ich überlasse es jedem selbst zu entscheiden, wie er den frühen Zellhaufen sieht, als Mensch oder eben nur als Zellhaufen, der vom Mensch-Sein noch weit entfernt ist.
Wo ist denn er tatsächliche Beweis, daß die befruchtete Eizelle bereits ein Mensch ist? Es gibt keinen, genau so wenig wie es keinen Beweis gibt, daß es eben kein Mensch ist. Nur weil die Mehrzahl aller Wissenschaftler, Gläubigen, Richter oder sonstige Meinungsbildner es so sehen muß es noch lange nicht richtig sein.
Ich kann mich nur wiederholen: An diesem Thema haben sich schon ganz andere die Finger verbrannt. Und der Sache dieses Forums, nämlich die Rechte der Männer zu stärken und eine Gleichberechtigung der Geschlechter herzustellen, kann das Thema Abtreibung nur ein Rohrkrepierer werden. Dazu ist es einfach zu sehr verfahren in den gegensätzlichen Standpunkten.
Wenn ein Vater sein Kind nicht sehen darf oder nur als Zahlesel behandelt wird, ist das ein nachvollziehbarer Tatbestand. Nicht so bei religiösen Fragen (Wer ist der wahre Gott, bzw. gibt es überhaupt einen) oder bei der Frage ab wo ein Mensch Mensch ist.
Gruß
AJM

Hallo AJM

Es wird immer verschiedene Meinungen geben und niemand kann mit Sicherheit sagen, ob eine befruchtete Eizelle schon ein Mensch ist oder eben nur eine befruchtete Eizelle. Ich nehme nicht für mich in Anspruch allwissend zu sein, deshalb würde ich auch nie sagen: "Ein mehrzelliger Haufen ist kein Mensch- Basta", sondern ich sage: "Meiner Meinung nach ist es kein Mensch."

Wenn man nicht sagen kann ob eine befruchtete Eizelle schon ein Mensch ist oder nicht oder ob ein mehrzelliger Haufen ein Mensch ist oder nicht, dann plädiere ich dafür daß wir vorsichtshalber und sicherheitshalber SO LANGE davon ausgehen daß es ein MENSCH ist, bis bewiesen ist daß es KEIN Mensch ist.

Ich fände es schlimmer, in der Annahme, man würde lediglich einen Zellhaufen töten, in Wirklichkeit damit aber einen Menschen tötet, als in der Annahme man würde einen Menschen am Leben zu lassen, es in Wirklichkeit aber nur ein Zellhaufen ist.

Im ersten Fall hätte ich im schlimmsten Fall einen Menschen getötet.

Im zweiten Fall hätte ich im schlimmsten Fall einen Zellhaufen am leben gelassen der NOCH kein Mensch war.

Was ist schlimmer bzw. besser?

Im Zweifel für den "Angeklagten". ;-)

Gruß
Gast316

Ich finde diese Seite gut:

http://www.abtreibung.de/inhalt.htm


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