Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Wurzeln unseres staatlich-rechtlichen Mutterkultes

susu, Thursday, 30.12.2004, 00:52 (vor 7707 Tagen) @ T.Lentze

Als Antwort auf: Wurzeln unseres staatlich-rechtlichen Mutterkultes von T.Lentze am 29. Dezember 2004 15:37:36:

Das jüdisch bzw. protestantisch akzentuierte Christentum ist insbesondere der Hintergrund für rassistische Einstellungen - siehe die USA -, aber auch für sexistische Entwicklungen - siehe den kürzlich hier erschienenen Beitrag betreffend die evangelische Kirche. Für den Katholizismus läßt sich das nicht in dem Maße behaupten (noch weniger übrigens für den Islam). Die Vertreter der Frankfurter Schule, welche die Zerstörung der Familie und den heutigen (atavistischen) Mutterkult einleiteten, waren großenteils Juden (z.B. Horkheimer). Sie sympathisierten auch mit Freud, dessen inzestuöse Ausdeutung des Ödipusmythos die in diesem Mythos versinnbildlichte Wahrheit verschleiert: daß nämlich Mütter-Idealisierung und Väter-Degradierung korreliert mit geistig-moralischer Blindheit und einem multidimensionalem Desaster, zu welchem die gegenwärtige Naturkatastrophe zur Weihnachtszeit wie eine Illustration erscheint.

Nur dazu:
1) "jüdisch bzw. protestantisch". Äh, ja. Was soll dazu groß zu sagen sein, außer das Luther oder auch die deutsche Kirche nicht gerade der Inbegriff eines Semitophilen Christentums darstellen. Die katholische Kirche mag in ihrer Geschichte für so manches Progom verantwortlich gezeichnet haben, aber deshalb gleich diese Gleichsetzung...

2) "Die Vertreter der Frankfurter Schule, waren großenteils Juden."
Nicht nur da:
"Zum siebenköpfigen Politbüro der Bolschewiki gehörten 1917 vier Juden."
"Auch Ferdinand Lassalle war Jude ebenso wie Eduard Bernstein und Rosa Luxemburg."
"Nicht zu vergessen die Münchner Räterepublik: Kurt Eisner, Eugen Leviné, Tobias Achselrod und andere Juden waren hier als unbestrittene Führungspersönlichkeiten tätig."
Und damit wäre zusammenzufassen:
"wir haben nun gesehen, wie stark und nachhaltig Juden die revolutionäre Bewegung in Rußland und mitteleuropäischen Staaten geprägt haben. Das hat auch den amerikanischen Präsidenten Woodrow Wilson 1919 zu der Einschätzung gebracht, die bolschewistische Bewegung sei "jüdisch geführt". Mit einer gewissen Berechtigung könnte man im Hinblick auf die Millionen Toten dieser ersten Revolutionsphase nach der "Täterschaft" der Juden fragen. Juden waren in großer Anzahl sowohl in der Führungsebene als auch bei den Tscheka-Erschießungskommandos aktiv. Daher könnte man Juden mit einiger Berechtigung als "Tätervolk" bezeichnen."

Oh, hui. Wo kommt denn das alles her. Ach ja, die Hohmann-Rede. Der nimmt das zumindest hinterher zurück, aber bei dir finde ich so etwas nicht. Freud kann kritisiert werden, aber bitteschön nicht allein deswegen, weil er Jude war. Das ist lächerlich (bzw. nicht lächerlich, sondern erschreckend). Ich nehm´s mal als Interessanten Beitrag zu Meineckes Frage, ob deutsche Antiintellektualismus nicht meist vom Antisemitismus geprägt sei.

3) "Mütter-Idealisierung und Väter-Degradierung korreliert mit geistig-moralischer Blindheit und einem multidimensionalem Desaster, zu welchem die gegenwärtige Naturkatastrophe zur Weihnachtszeit wie eine Illustration erscheint."

Denn siehe, ich will eine Sintflut kommen lassen auf Erden, zu verderben alles Fleisch, darin Odem des Lebens ist, unter dem Himmel. Alles, was auf Erden ist, soll untergehen. (Gen, 6,17)
Andererseits muß eingestanden werden, daß Moses Jude war und in sofern vermutlich Unsinn schrieb (der olle jüdisch-protestantische Atheistenbolschewik, der er war)...

susu


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