Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Jungen werden verdummt

terVara, Saturday, 27.11.2004, 02:06 (vor 7741 Tagen) @ Sebastian

Als Antwort auf: Re: Jungen werden verdummt von Sebastian am 26. November 2004 23:36:49:


Moin Sebastian,

die spiele industrie setzt mehr geld um als hollywood. ich schätze das wir auch in zukunft einige informatiker benötigen. ausserdem hängt das ganze auch mit mathematik und physik zusammen.

so, so... In anbetracht, daß derzeit ca. 80.000 Informatiker bzw. IT-Experten (meinereiner inbegriffen) auf der Straße sitzen, ist dein propagierter Informatikerbedarf reines Wunsch denken.

Und wenn du mal einen Blick in einschlägige Fachblätter werfen würdest, dann wirst du einige Ernüchterndes zum Thema Bedarf an Spieleentwicklern entdecken.

was ist das letzte moderne spiel was du selbst gespielt hast?

Was hat das jetzt mit dem Thema zu tun? Es ist doch wurscht, ob ich gerade am legendären M.U.L.E. rumfrickele oder eine Session bei Spellforce durchziehe... Du kannst mir getrost glauben, daß ich die Branche kenne und nicht bei meinem Erstrechner Sinclair ZX-81 stehen geblieben bin...

und wieviele von den spielern auf der lan party bauen selbst karten? wieviele davon machen eigene models? wieviele davon schreibe scripte um besser zu sein? wieviele machen clan pages? wieviele organisieren das drum herum? wieviele leiten clans?

Und damit bestreiten sie eine gesicherte Existenz? Komm mir nicht mit solchen Spitzfindigkeiten. Um in der IT damit gutes Geld zu verdienen, gehört erheblich mehr dazu, als solche Basteleien... Vielleich solltest du mal einen Blick in die Gamestar 12/2004 werfen, wo genau über das Spielentwicklerthema ein sehr interessanter Beitrag steht. Die Quitessenz: Es ist ein sehr hartes Brot...

da kommt dann doch schon wieder etwas mehr zusammen und bei all diesen dingen ist recht leicht ersichtlich das da noch einiges mehr trainiert wird als pure reaktion. die soziale komponente sollte man auch nicht verachten.

Sehe ich nicht so. Das wirst du spätestens dann merken, wenn du mal wirkliche Sozialarbeit geleistet hast...

schau dir doch die meisten weibsbilder an, schaffen es kaum eigene lans auf die beine zu stellen.

Kann ich nicht beurteilen und interessiert mich auch nicht besonders. Du beschreibst eine Teilmenge, die ein verschwindend kleinen Teil eines Gesamtsaystems ausmacht. Ich konzentriere mich da auf das wesentliche, als auf unbedeutende Randgruppen.

kannst ja mal folgendes lesen:
ich hatte auch irgendwann mal eine studie in der untersucht wurde wie gut computerspiele im vergleich zu nicht spielern in der schule waren. da waren die spieler auch etwas besser als der schnitt.

Ein Vergleich, der so stark hinkt, daß er einen Rollstuhl benötigt. Ich behaupte, daß Kinder, die sich in der freien Natur aufhalten, in jeder Beziehung besser drauf sind, als Computer-Kids...

Laß doch mal die Simulation real durchspielen im Rahmen eines Live-Adventures in freier Wildbahn. Ich garantiere dir, daß die meisten Computer-Kids auf die Schnauze fallen...

Es fehlen ihnen wesentliche Eigenschaften, die die 3D-Ballerspiele nicht vermitteln können, die aber zum Überleben in der Natur zwingend erforderlich sind. Das fängt schon damit an, daß sie eine Kondition haben, mit der sie keinen toten Hering vom Teller ziehen können.

Gruß

terVara


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