Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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@ Max und alle - Re: Kommentar: Wie kinderfreundlich ist Deutschland?

Ekki, Thursday, 04.11.2004, 18:58 (vor 7763 Tagen) @ synergie

Als Antwort auf: Re: Kommentar: Wie kinderfreundlich ist Deutschland? von synergie am 04. November 2004 15:57:50:

Hallo allerseits!

Ich wollte vor einigen Stunden auf ein anderes Posting zu diesem Thread antworten, erhielt jedoch die Meldung, daß der Thread geschlossen sei.

Da jetzt offenbar doch wieder ein Posting mit Bezugnahme auf diesen Thread auftaucht, nehme ich dies zum Anlaß, auf eine Äußerung von Max zu antworten:

Max, Du hattest geschrieben, es habe Dir noch niemand die Frage beantwortet, worin der Sinn des Frau-Seins bestehe, wenn nicht im Kinder Gebären.[/i]

Da wir ja zwei "alte Foren-Bekannte" sind, wunderte mich diese Äußerung ein bißchen, da es doch Äußerungen mehr als genug von mir gibt, die Du als Antwort auf diese Frage verstehen könntest.

Wie auch immer, hier die explizite Antwort:

Für mich ist das Erleben von sexueller Lust ein Wert an sich, die Zeugung von Nachkommenschaft ein Akt der Arterhaltung. Diesen Akt kann man tätigen oder auch nicht. In jedem Fall brauchen der menschliche Organismus und die menschliche Psyche unendlich viel mehr körperliche Zuneigung als Zeugungsvorgänge. Es wäre nicht nur physisch, sondern in überhaupt gar keiner Weise zu verkraften, wollte man so oft zeugen, wie man das Bedürfnis nach körperlicher Nähe hat. Was geschieht, wo das auch nur annähernd versucht wird, kann man ja in den "Klein-Istanbuls", den Türken-Vierteln unserer Städte, beobachten. Die Frauen permanent schwanger und früh gealtert, das Bildungsniveau minimal. Ich wünsche mir solche Zustände für die deutsche Gesellschaft nicht.

Es liegt mir sehr daran, in diesem Kontext noch ein großes allgemeines Lob[/i][/u] loszuwerden:

Ich finde es großartig[/i][/u], mit welcher Intensität, Differenziertheit und Sachkenntnis in dem besagten Thread darauf eingegangen wurde, daß die Entscheidung für oder gegen Kinder zuallerletzt finanziell (materiell) motiviert ist. Auch die Tatsache, daß auf der Web-Seite der Tagesschau ein entsprechender Kommentar auftauchte, hat mir richtig gutgetan.

Leider konnte ich aufgrund extremer Arbeitsüberlastung bei diesem Thread nicht mitschreiben, und es waren unglaublich viele erwägenswerte Aspekte darin. Ich will nur einen herausgreifen, der von Ruth Teibold-Wagner[/i] angeführt wurde:

Es gab in Rom eine aktive Bevölkerungspolitik, die über Geld und Privilegien versuchte, die Römer zum vermehrten Kinderkriegen zu animieren. Die Römer merkten genau, was passierte, und sie versuchten vergeblich gegen zu steuern, nämlich dass sie als Staatsvolk in einem Meer anderer Völker innerhalb eines ÜBERDEHNTEN IMPERIUMS (!) untergingen.(Übrigens ist genau das ein schwerwiegendes Argument gegen den Beitritt der Türkei.)
index.php?id=35717

Vielleicht erinnnert sich ja noch der/die eine oder andere daran, daß ich in das leider, leider unauffindbar verschwundene, vorherige "M&M"-Forum ein Posting mit dem Titel "Mehr habt ihr zu diesem Mega-Thema nicht zu sagen"[/i] hineingestellt hatte, das breiteste Resonanz fand.

Als dann ein paar Wochen später das Thema "Kinderkriegen" wiederum nur unter reinen "Pinke-Pinke"-Gesichtspunkten abgehandelt wurde, habe ich ein weiteres Posting mit dem Stoßseufzer-Titel "Alles umsonst gewesen!"[/i] ins damalige Forum gestellt.

Der hier in Rede stehende Thread ist für mich ein höchst erfreulicher Beleg dafür, daß eben nicht alles umsonst war, daß die Diskussion endlich in die richtigen Bahnen kommt[/i][/u] - und zwar nicht nur[/i][/u] hier im kleinen Kreis der Foren-Community, sondern[/i][/u] in der Tagesschau und damit in der denkbar breitesten Öffentlichkeit.[/i][/u]

Meiner Ansicht nach würden meine Gesinnungsgenossen - d.h. diejenigen Menschen, die sich offen dazu bekennen, keine Kinder haben wollen, weil sie dieselben eben nicht[/i][/u] als Bereicherung ihres Lebens empfänden - einen schweren Fehler begehen[/i][/u], wenn sie dächten: "Laß die Diskussion um die sinkende Geburtenrate doch ruhig in die falsche Richtung laufen - hinter dem Schutzwall dieser Ignoranz sind wir freiwillig Kinderlosen am sichersten vor einer Umkehr dieses Trends."

Ich bin fest überzeugt, daß es nie, aber auch wirklich nie[/i][/u] gut für irgendjemanden ist, wenn eine Diskussion über ein wichtiges gesellschaftliches Thema auf eine dumme oder verlogene Weise geführt wird. Die Dinge müssen beim Namen genannt werden, nichts darf unausgesprochen bleiben, und vor allem müssen alle das Rückgrat haben, zu ihrer jeweiligen Haltung zu stehen.[/i][/u]

In diesem Forum scheint es so zu laufen, und das ist gut so![/i][/u]

Herzliche Grüße von

Ekki


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