Re: Machtfrage
Als Antwort auf: Machtfrage von Max am 31. Oktober 2004 08:14:34:
Damit es nicht heißt, ich stänkere nur herum:
Die rhetorischen Fragen lasse ich mal aus. Es geht garnicht um Wählerstimmen. Es ist ja auch völlig egal, wer dran ist. Die Parteien machen alle mehr oder weniger das gleiche und nehmen sich ja gegenseitg auch die Frauenstimmen weg.
Es geht ja auch nicht nur um Gender-Mainstreaming. Es gibt noch mehr solche Kuckuckseier, die omnimöse.. äh, ominöse Agenda21 zum Beispiel. Schlage sie auf und du liest darin wie in einem Buche die Handschrift einer grün-feministischen Lobby. Nachhaltigkeit für Frauen, außerdem für Frauen und zusätzlich noch für Frauen. Nicht dass das mehr wert wäre, als das Papier, auf dem es steht, aber es ist ein Beispiel(!), wie die Besetzung öffentlicher Plätze funktioniert. Die sind eben hingegangen nach Rio und haben mitgemischt.
Klar, es macht viel mehr Spaß, am Wochenende sein Lieblingsspielzeug auf Hochglanz zu polieren. Aber dann ist man oder der Mann eben draußen. Die Politik wird ja nicht mit Wählerstimmen entschieden. Das sollen wir vielleicht glauben, aber wer ist noch so blöd? Die Hälfte jedenfalls nicht mehr. Die geht schon garnicht mehr hin zum Wählen.
Männerarbeit, wie ich sie verstehe, bedeutet, dass WIR (damit meine ich UNS) Plätze wieder besetzen, die wir preisgegeben, um nicht zu sagen: verschlafen haben. Das muss nicht bedeuten, dass wir versuchen, von dem Kuchen, den andere backen, etwas für UNS abzubeißen. Es kann auch bedeuten, dass wir selbst in die Bäckerei einsteigen, mit Initiativen... mit Agenden25, Gender-Downstreaming-Programmen, mit Koalitionen mit anderen, wasweißich... Aber dazu brauchen wir Kompetenzen, Zeit, Leute, Beharrlichkeit, wenn wir die öffentlichen Plätze nicht verschenken wollen.
Das Resultat ist Macht. Jedenfalls funktioniert es so, hierzulande. Man mischt mit und gewinnt Einfluss, oder man tut es nicht und hat keinen.
Wenn beim Tauziehen eine Partei nichts macht, bleibt auch nichts, wie es ist.
Ich gebe es gerne zu: Was hat mich vor zwanzig Jahren die Frauen/Männerkiste interessiert, außer in einer Hinsicht, hehe. Und noch heute kann ich mir zwanzig schönere Zeitvertreibe vorstellen, bevor ich an Politik denke. Aber das ist, wie sich zeigt, eine gefährliche Ignoranz.
Die alten Griechen hatten für den unpolitischen Menschen das Wort: Idiot
So wollen wir doch wohl nicht dastehen.
Ich jedenfalls nicht.
Eugen
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Max,
31.10.2004, 10:14
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Eugen Prinz,
31.10.2004, 16:19
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Max,
31.10.2004, 17:58
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Eugen Prinz,
31.10.2004, 19:01
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Rüdiger,
31.10.2004, 22:58
- Re: Machtfrage (auch @ Max) - Max, 01.11.2004, 01:25
- Re: Machtfrage (auch @ Max) -
Rüdiger,
31.10.2004, 22:58
- Re: Machtfrage -
Eugen Prinz,
31.10.2004, 19:01
- Re: Machtfrage -
Max,
31.10.2004, 17:58
- Re: Machtfrage - synergie, 01.11.2004, 19:06
- Wann ist es denn bitte mal KEINE Machtfrage? n/t - Leser, 01.11.2004, 20:33
- Re: Machtfrage -
Eugen Prinz,
31.10.2004, 16:19