Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Die Geschichte der Streiks, z.B. in England unter M. Thatcher

Ruth Teibold-Wagner, Tuesday, 19.10.2004, 17:11 (vor 7779 Tagen) @ Sven75

Als Antwort auf: Re: Die Geschichte der Streiks, z.B. in England unter M. Thatcher von Sven75 am 19. Oktober 2004 13:42:06:

Millionen von Frauen machen Drecksarbeiten in Betrieben. Vor allem an den Bändern, die es noch gibt, sitzen in vielen Betrieben sogar mehrheitlich Frauen.

Dafür solltest Du mal lieber einen Beweis anbringen.

Habe bei Suchard in der Produktion (ja, die Schokolade...) gejobbt: 95 % Frauen an den Bändern. Bei Schöpflin, als es das noch gab, war es genauso. Da habe ich auch gejobbt, und da gab es ultra-brutale Band-Arbeitsplätze, die NUR durch Frauen, übrigens viele Ausländerinnen, besetzt waren.

Ich arbeite seit vielen Jahr bei VW in der Produktion, war in sehr vielen Hallen, an sehr vielen Arbeitsplätzen, und wenn ich eines weiss, dass der Frauenanteil dort nahezu null ist.
Oh ja, es gibt Bänder, wo fast ausschließlich Frauen sind - die "Frauenjobs". Dort gibts die saubersten und gesündesten Arbeiten zu den geringsten Löhnen. Und die Frauen wollen dort auch nicht weg - verständlicherweise. Viele Männer wollen dort hingegen hin - was aber niemanden interessiert, die sollen sich ihre Gesundheit gefälligst an den schweren Jobs verscherzen. Ich kam etwa ein Jahr in den Genuß, eine solche Arbeit ausführen zu dürfen, das aber auch nur, weil meine Hände und Knie aufgrund von Operationen absolut nicht mehr belastbar waren und ausser dieser keine andere Arbeit mehr möglich war. Da fühlt man sich aber auch nur "leicht" veräppelt, zu sehen, dass sämtliche Frauen dort topgesund waren.
Und wenn denn doch mal eine Frau einen schweren Job ausüben will, weil sie das Geld verdienen möchte, kommt sofort eine "Frauenvertreterin", um sie mit tatkräftiger weiblicher Unterstützung dann davon zu überzeugen, dass einer der obigen "gesunden Jobs" doch besser für sie wären. Was ich selber mitbekommen habe und im konkreten Fall dazu führte, dass besagte Frau gegen besagte Frauenvertreterin wegen Mobbing vorging, als was sie diese "Überredungen" nämlich empfand.
Millionen von Frauen an Bändern mit schweren Jobs? Wohl eher einer der zahllosen feministischen Mythen, die sich jedoch allesamt enttarnen, sobald man Gelegenheit hat, sie in der Realität zu überprüfen.

Ich habe bei Schöpflin Frauen am Band Akkord malochen sehen, das war so ultra-brutal, da war ein Mann.
In einer Feuerwerksfabrik, übrigens in Bochum, arbeiten am Band fast nur Frauen. Ich kenne eine, die da arbeitet.

In der Automobil-Industrie stehen mehr Männer am Band, das stimmt. Aber es gibt auch da Frauen. Kenne den Anteil nicht.

Schau mal auf die Felder, wer auf den Ernte-Bandmaschinen LIEGT(!): 90 % Frauen, vor allem Polinnen.

Gruß
Ruth


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