Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Es muss anständig durchgegriffen werden. Ganz einfach.

Ruth Teibold-Wagner, Tuesday, 19.10.2004, 13:40 (vor 7780 Tagen) @ Mischa

Als Antwort auf: Wie Mann eine olle Tusse in den Orkus....... von Mischa am 19. Oktober 2004 09:55:42:

He Mischa, Porschequäler!

mal wieder die Weltprobleme lösen wollen und das alles ohne Ahnung, davon aber jede Menge?

Das sagt der richtige.

1. ALLE werden ausgesperrt. Der Werkschutz und die Polizei riegeln das Werksgelände ab. Jeder Versuch eines Eindringens wird als Hausfriedensbruch angeklagt.

Aussperrung? Gute Idee, die wollen ja eh nicht arbeiten. Bochum steht still und damit auch die Werke, die auf die Teile von dort angewiesen sind. Kostet GM so um die 30 Millionen am Tag. Das haut in der Bilanz voll durch. Alleine die letzten Tage haben die Kapitaleigner ca. 1,8 Mrd. Euro gekostet, höhö, und das wird noch schlimmer.

Man muss sie aus taktischen Gründen aussperren. Hat damals schon Schleyer bei (damals) Daimler-Benz erfolgreich gemacht. Krupp auch.
Man muss sie zunächst aussperren, einfach deshalb, dass sie die Anlagen nicht besetzen können. Es darf keiner mehr drinnen sein.
Wenn keiner mehr drin ist, wortwörtlich verstanden, rein örtlich, dann kann man wieder welche rein LASSEN, aber nur die, die man habne will. Die werden dann darüber glücklich sein, dass sie wieder rein DÜRFEN, und werden in Zukunft sehr loyal sein, vor allem auch deshalb, weil sie es sich mit ihren Kollegen, die draußen bleiben müssen, auf ewig verschissen haben werden.

2. Die Rädelsführer entlässt man fristlos.

Das will GM ja eh tun, die Leute haben nix zu verlieren. Ich finde es aber gut, daß dann auch mal die Aktionäre zur Kasse gebeten werden. Soll GM doch Pleite gehen, die sind eh zu groß und mächtig.

So ein Streik hat was gutes: Man erkennt die Rädelsführer. Ohne Streik wären sie in der Masse versteckt.
GM geht nicht pleite. Wird höchstens von Ford oder Toyota übernommen. Na und?
Old europe bringt die Kosten nicht rein. Man muss es auf Vordermann bringen und wenn das nicht klappt, es eben abstoßen.

3. Den Arbeitswilligen gibt man das Versprechen auf Arbeitsplatzsicherheit für die nächsten paar Jahre.

Und dann fleigen sie auch, mit dem Unterscheid, daß sie dann pleite sind und die Aktionäre reich und fett. Neenee, die Bochumer machen es richtig, diesmal zahlt auch das Kapital die Zeche.

Also Mischa...
Das Kapital hat noch NIE in der Geschichte eine Zeche bezahlt. Und wird es auch NIE bezahlen. Die im Ruhrpott schneiden sich nur selbst ins Fleisch, wenn sie das Kapital vergraulen.

Der Streik ist auf diese Weise in 4 Wochen niedergeschlagen und es herrscht auf 10 Jahre Ruhe.

Wollen wir wetten? Ich setze einen Riesling Hochgewächs aus Gimmeldingen!

Ok, ich setze einen Badener Spät-Burgunder dagegen.

Arbeitswillige gibt es viele. Man gewinnt sie für sich, indem man ihnen eine Vorzugsbehandlung verspricht, wenn sie „vernünftig“ werden.

Die dümmsten Schweine wählen.......

Richtig. Aber sie tun es. Weil sie blöd sind, klar. Aber so sind sie nun mal - blöd. Deshalb sind sie ja Proleten, die sich verkaufen müssen. Wären sie klüger, würden sie auf der anderen Seite sitzen. So ist das Leben.

Und wenn das alles nicht klappt, weil die Verbohrtheit zu groß ist, dann schließt man eben das ganze Werk und verlagert die Produktion wo anders hin. Irgendwo auf der Welt finden sich schon Arbeitswillige. Und wenn selbst das nicht geht, was soll´s – Dann zieht sich General Motors eben aus der Auslandsproduktion zurück – Ist sowieso ein Draufzahlgeschäft. China ist viel interessanter als old europe.

Die Chinesen haben GM verdient und umgekehrt! In China wird ein Streik mit AK47 beendet und gut ist und wenn die Partei mal anderer Meinung ist, ENTEIGNUNG, Kapitalisten mögen das *g*

In China wird nicht mehr enteignet. Da herrscht Ordnung und die Wirtschaft wächst und wächst und wächst... Und genau das mögen die Kapitalisten, da hast Du recht: Ein ruhiges, prosperierendes Umfeld.

So einfach geht das.

Sagen die Chinesen auch :-))))

Zu recht.:-)))

Die Arbeiter sind auf ihren Arbeitsplatz vor Ort angewiesen, jedoch General Motors ist nicht auf den Standort angewiesen. General Motors hat deshalb die Leute in der Hand, und kann im Konflikt-Fall viel weiter gehen als die Arbeiter.

GM ist auf die Kunden angewiesen und das sollten sie auch mal merken.

Die Deutschen stecken das bischen, was sie noch an Einkommen haben, in den Angst-Spar-Strumpf oder bringen es in den Socken in die Schweiz.

Und Autos baut man nicht so einfach, das muß man können. Schon mal ne Karre aus China gefahren?

Ne, aber ich war in China. Fahr da mal hin, das glaubst Du nicht.

Woher kommt eigentlich die Innovation? Na?

Sicher nicht aus den Bochumer Pisa-Schulen

Wenn Ruth was zu sagen hätte – Dann würde schnell Ruhe und Ordnung herrschen.

Jo! Du würdest ja auch Männer überall rausdrängen und die Weibsen ran lassen - eigentlich keine üble Idee, dann such ich mir ne hochbezahlte Managerin, pfleg mich den ganzen lieben langen Tag und lach mir zwei junge Hausfreundinnen an, jo Ruth, mach mal.....

Quatsch. Der/die Bessere soll sich durchsetzen. So ist es in der Natur und so soll es auch in der Wirtschaft sein.

M. Thatcher hat es uns gezeigt, wie es geht. Aber auf Ruth wird ja nicht gehört. Darin besteht ja gerade das eigentliche Desaster Deutschlands – Dass auf Ruth nicht gehört wird.

Arme Ruth, du tust mir ja soooooo leid.

Danke, wenigstens einer.

Tja, das hättet Ihr nicht gedacht, Ihr Männlein - Dass Euch ein Weiblein sagt, wie´s geht...

Jetzt wissen wir's aber, danke Ruth!

Nix für ungut.

Mischa, Kommunist
Vive la Revolution!

Das ist das Ende. Wenn Top-Manager Kommunisten werden. Das ist das Ende. Armes Deutschland.

Ruth
(Kettenhündin des Kapitals)


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