Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Funktionäre und Basis

Ruth Teibold-Wagner, Tuesday, 19.10.2004, 17:01 (vor 7779 Tagen) @ Ruth Teibold-Wagner

Als Antwort auf: Die Geschichte der Streiks, z.B. in England unter M. Thatcher von Ruth Teibold-Wagner am 19. Oktober 2004 11:31:41:

Ich habe noch zwei ganz wichtige Gruppen innerhalb der Arbeiterschaft vergessen, die oft von großer Bedeutung sind, vor allem in Deutschland:

Funktionäre und Basis.

In Deutschland ist diese Unterscheidung ganz besonders wichtig, da es in Deutschland eine weltweit sehr seltene Spezialität gibt, die übrigens noch aus dem 3. Reich stammt. Da hießen die Funktionäre "Ombudsmänner". Es gibt in Deutschland in Großbetrieben "vollamtliche" Funktionäre, die sogar per Gesetz das beamtenmäßig Privileg haben, UNKÜNDBAR zu sein!

Dies SCHIEN immer ein "Vorteil" für die Arbeitnehmerseite zu sein. Aber es ist nur ein scheinbarer Vorteil, und zwar nur in ruhigen Zeiten.
Bei einem "WILDEN" Streik erweist es sich als sehr günstig für das Kapital, dass es diese Hauptamtlichen gibt. Denn sie haben eine pazifizierende Wirkung innerhalb der Belegschaft. Sie sind sozusagen unkündbare, hauptamtliche Streikbrecher.

Schaut nach Bochum, da seht Ihr, wie der GM-Vorstand jetzt genau diesen Hebel einsetzt.
War schon immer so. Wird immer so sein. Wenn dieser Hebel nicht greift, werden sie einen anderen finden, etwa "Interne" und "Externe", "Frauen und Männer" oder "Inländer und Ausländer". Bis sie den Punkt gefunden haben, mit dem sie die Spaltung herbei führen können. Meistens verwenden sie seit Jahren "Alte" und "Junge", das ist seit einiger Zeit ihr Lieblingshebel.

Gruß
Ruth


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