Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Die Geschichte der Streiks, z.B. in England unter M. Thatcher

Ruth Teibold-Wagner, Tuesday, 19.10.2004, 14:31 (vor 7779 Tagen) @ Guildo

Als Antwort auf: Warum wohl? von Guildo am 19. Oktober 2004 11:11:15:

Unter den männlichen Streikbrechern sind auch Singles. Was wir bemerken, ist folgendes:

Wir bemerken, dass eine Masse in x Teil-Gruppen zerfällt:

Männer - Frauen;
Verheiratete - Singles;
Eltern - Kinderlose;
Inländer - Ausländer;
Weiße - Dunkelhäutige;
Alte - Junge;
Arbeiter - Angestellte;
Externe - Interne;
Tarifgebundene - Außertarifliche;
Welche, die frisch gebaut haben - Solche die nicht frisch gebaut haben;
usw.

Man kann die Antagonismen der Teil-Gruppen, aus denen eine Masse besteht, immer mehr verfeinern. Sie überschneiden sich teilweise auch.

Und deshalb, weil eine Masse von Arbeitnehmern immer in Teilgruppen bis hinunter zu Individuen, ZERFÄLLT (!), hat eine Masse von Arbeitnehmern gegen ein entschlossenes Kapital NIEMALS (!) eine Chance:

Die Arbeitnehmersolidarität ist schneller aufgespalten, als man gucken kann. Da hilft auch kein symbolisches Solidaritäts-Geschrei, kein Herumtragen von Fahnen, kein Singen und auch keine malerischen Streikposten an Feuerchen vor dem Werkstor.
Denn letzten Endes sitzt jedem das Hemd näher als der Rock. Und daran zerbricht der Streik.

Guck Dir die Geschichte der Streiks, z.B. in England unter M. Thatcher, an. Die halten so lange durch, wie das Geld reicht. Und dann ist einfach Schluß und die große Arschkriecherei beim Kapital beginnt aufs Neue.

Die Arbeiterbewegung hat angesichts der Globalisierung der Märkte keine einzige Chance, irgendetwas zu erreichen. Die Arbeiterbewegung geht im gleichen Maß darnieder, wie sich das Kapital globalisiert.

So ist es einfach, ob man es gut findet oder nicht.

Ruth


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