Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Die Geschichte der Streiks, z.B. in England unter M. Thatcher

Ruth Teibold-Wagner, Tuesday, 19.10.2004, 16:31 (vor 7779 Tagen) @ Guildo

Als Antwort auf: Re: Die Geschichte der Streiks, z.B. in England unter M. Thatcher von Guildo am 19. Oktober 2004 12:00:22:

Du hast, was den Streik betrifft durchaus Recht.
Nur hat dies nicht im geringsten irgendetwas mit dem Thema "Mann oder Frau" zu tun.

Stimmt. Es hat aber insofern damit doch zu tun, dass bei einem Streik der ZUSAMMENHALT jenseits aller Unterschiede essentiell ist. Verschiedene Gruppen dürfen sich nicht gegenseitig ausspielen lassen, damit ein Streik erfolgreich sein kann. Wenn Alte gegen Junge, Inländer gegen Ausländer, Schwarze gegen Weiße, und eben Männer gegen Frauen stehen, ist kein Streik möglich, da die Arbeitnehmerschaft in ihrer Zusammensetzung aus verschiedenen Gruppen, z.B. Männern UND Frauen, Inländern UND Ausländern usw., besteht.

Wenn tatsächlich mehr männliche Streikbrecher da sind, dann vor allem, weil eben auch mehr Männer streiken. Zumeist wird in großen Industriebetrieben gestreikt, dort wo Männer die Schmutz- und Drecksarbeit machen, für die sich die Frauen zu fein sind. Die arbeiten lieber als Projektleiterin im klimatisierten Büro und mit wohlklingenden Titel vor dem Namen.

Millionen von Frauen machen Drecksarbeiten in Betrieben. Vor allem an den Bändern, die es noch gibt, sitzen in vielen Betrieben sogar mehrheitlich Frauen.

Übrigens fand 1992 in Deutschland ein Streik vom Pflegepersonal in den Krankenhäusern statt. Wer waren da wohl die Streikbrecher? Richtig, die Frauen! Und zwar zu 100%!

Du wirst wohl nicht erzählen wollen, dass die Front gewesen wäre:

hier Frauen als Streikbrecher, da Männer als Streikende.

Ruth


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