Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Wie man einen (wilden) Streik niederschlägt

Ruth Teibold-Wagner, Tuesday, 19.10.2004, 12:15 (vor 7780 Tagen)

Wie man einen (wilden) Streik niederschlägt:

1. ALLE werden ausgesperrt. Der Werkschutz und die Polizei riegeln das Werksgelände ab. Jeder Versuch eines Eindringens wird als Hausfriedensbruch angeklagt.

2. Die Rädelsführer entlässt man fristlos.

3. Den Arbeitswilligen gibt man das Versprechen auf Arbeitsplatzsicherheit für die nächsten paar Jahre.

Der Streik ist auf diese Weise in 4 Wochen niedergeschlagen und es herrscht auf 10 Jahre Ruhe.

Rädelsführer gibt es nur wenige. Die feige Masse rennt den paar hinterher und blökt herum, ohne innerlich richtig bis in letzte Konsequenz hinter dem Streik zu stehen. In der Masse fühlen sie sich stark. Nimmt man sie sich jedoch einzeln vor, sind sie ganz klein und zittern wegen ihres bisschen Lohns, um die Raten für´s Häuschen und die Nachhilfe für die Kinder bezahlen zu können.

Arbeitswillige gibt es viele. Man gewinnt sie für sich, indem man ihnen eine Vorzugsbehandlung verspricht, wenn sie „vernünftig“ werden.

Für die Arbeitswilligen öffnet man ein Tor mit Hilfe von Werkschutz und Polizei. Die anderen schreien dann zwar, wenn die Arbeitswilligen zur Arbeit gehen, aber spätestens dann, wenn einer nach den anderen von den Arbeitsunwilligen fristlos gekündigt werden, und gleichzeitig zu sehen ist, wie die Arbeitswilligen zur Arbeit gehen und ihren Lohn erhalten, ziehen immer mehr den Schwanz ein.

Ein paar Unverbesserliche bleiben natürlich übrig. Die werden dann Kommunisten oder Penner, was eigentlich kein großer Unterschied ist.

Und wenn das alles nicht klappt, weil die Verbohrtheit zu groß ist, dann schließt man eben das ganze Werk und verlagert die Produktion wo anders hin. Irgendwo auf der Welt finden sich schon Arbeitswillige. Und wenn selbst das nicht geht, was soll´s – Dann zieht sich General Motors eben aus der Auslandsproduktion zurück – Ist sowieso ein Draufzahlgeschäft. China ist viel interessanter als old europe.

So einfach geht das.

Die Arbeiter sind auf ihren Arbeitsplatz vor Ort angewiesen, jedoch General Motors ist nicht auf den Standort angewiesen. General Motors hat deshalb die Leute in der Hand, und kann im Konflikt-Fall viel weiter gehen als die Arbeiter.

Wenn Ruth was zu sagen hätte – Dann würde schnell Ruhe und Ordnung herrschen. M. Thatcher hat es uns gezeigt, wie es geht. Aber auf Ruth wird ja nicht gehört. Darin besteht ja gerade das eigentliche Desaster Deutschlands – Dass auf Ruth nicht gehört wird.

Tja, das hättet Ihr nicht gedacht, Ihr Männlein - Dass Euch ein Weiblein sagt, wie´s geht...

Ruth
(Kettenhündin des Kapitals)


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