Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Bundesverfassungsrichter Udo di Fabio

Eugen Prinz, Wednesday, 29.09.2004, 14:50 (vor 7799 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Re: Bundesverfassungsrichter Udo di Fabio von Garfield am 29. September 2004 11:27:08:

Hallo Garfield,

eine sehr realistische, treffende Einschätzung!

Einen freundlichen Gruß,
Eugen

Wenn Neoliberale fordern, daß staatliche Regulierungen abgeschafft werden müßten, dann meinen sie damit lediglich diejenigen staatlichen Regulierungen, die der weiteren Profitmaximierung im Wege stehen. Von den staatlichen Regulierungen dagegen, die Profitmaximierung födern, kann es ihrer Meinung nach selbstverständlich gar nicht genug geben. Und wenn der Staat mal nichts reguliert, dann reguliert man eben selbst. Beispielsweise indem man Autohändler in Holland unter Druck setzt und sie dazu zwingt, Kunden aus Deutschland keine Autos zum billigeren holländischen Preis zu verkaufen. Oder indem man darauf hinarbeitet, mittels TCPA jedem Nutzer vorzuschreiben, welche Programme er auf seinem eigenen PC installieren darf und welche nicht. Da ist dann die sonst vehement geforderte persönliche Freiheit auf einmal vollkommen unerwünscht.
Vom Neoliberalismus und überhaupt von der Wirtschaft haben wir in puncto Feminismus keine Unterstützung zu erwarten. Ganz im Gegenteil: Die Unternehmen, die Frauen als ihre hauptsächliche Zielgruppe betrachten, tragen doch ganz wesentlich dazu bei, daß über Werbung und dafür als Rahmenprogramm gestaltete Medienbeiträge männerfeindliche Klischees immer wieder unter das Volk gebracht werden. Da können Männer noch soviele Protestbriefe und -mails schreiben: Wenn ein Unternehmen vor allem auf weibliche Kunden orientiert ist, dann interessiert das dort niemanden.


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