Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Frauen - das gefolterte Geschlecht? ZDF-Reporter zur Geiselnahme in Russland

Odin, Saturday, 04.09.2004, 21:59 (vor 7824 Tagen) @ AJM

Als Antwort auf: Re: Frauen - das gefolterte Geschlecht? ZDF-Reporter zur Geiselnahme in Russland von AJM am 04. September 2004 13:12:05:

In der Beziehung der Geschlechter war es seit Jahrtausenden so, daß den Frauen zugestanden wurde, ihre Gefühle rauszulassen und Unpäßlichkeiten zu akzeptieren. Männer mußten hart sein (wobei das Nichtzeigen von Gefühlen nicht zu verwechseln ist mit Keine-Gefühle-haben). Anstatt Frauen aber erziehungsmäßig davon zu überzeugen, daß Tränen keine Argumente sind, wird von der männlichen Hälfte der Bevölkerung verlangt, auf diese "weibliche" Kommunikationsform zu wechseln (war jetzt verallgemeinert ausgedrückt). Warum?

Ein kurzer Blick in die GEschichte würde Dich da eines besseren belehren. Du findest dort: weinende Männer, Männer, die ihre Kleidung zerreissen, klagende Männer, Männer, die sich geißeln, um ihre Bestürzung zu zeigen - alles das, zumindest bis zum Königreich Preussen, wo dies plötzlich verpönt war, bis hin zum dritten Reich, wo ein deutscher Junge eben nicht weinte, was man ihm aber erst mal sagen mußte, weil von alleine wußte er davon nichts und weinte ganz natürlich.

Verträge wurden im Mittelalter oft dadurch abgeschlossen, daß die beiden Vertragsgegner miteinander ins Bett gingen - in der Regeln waren beide männlich.

Bei "ein Mann weint nicht" hätte Dich Karl der Große wohl schallend ausgelacht und gefragt "warum nicht?"


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