Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Sie wird kommen!

Garfield, Monday, 12.07.2004, 20:31 (vor 7879 Tagen) @ Manfred

Als Antwort auf: Re: Sie wird kommen! von Manfred am 12. Juli 2004 16:03:03:

Hallo Manfred!

Hm, also der Feminismus hat die Probleme auf dem deutschen Arbeitsmarkt sicher nicht allein verursacht. Da gibt es noch viel wesentlichere Gründe, vor allem die zunehmende Automatisierung von Produktion und Dienstleistungen, aber auch die fehlende Bereitschaft von Staat und Wirtschaft zur deutlichen Senkung von Steuern, Gebühren, Abgaben, Mieten, Preisen usw., die die angestrebte Senkung des deutschen Lohnniveaus sehr problematisch macht. Aber gerade in der derzeitigen Situation sind die Berufsfeministinnen und die Schäden, die den Bürgern und der Gesellschaft durch radikalfeministische Gesetzeskeulen entstehen, ein Klotz am Bein, der immer schwerer wiegt.

Der Feminismus ist allerdings nur eine Facette des Gutmenschentums, das überall bremst, blockiert und wertvolle Ressourcen frißt. Dazu kommen dann noch Korruption und Mißwirtschaft in Politik und Wirtschaft. Seit Jahrzehnten läuft die Entwicklung in Deutschland nun schon auf das Endziel "alle Macht der Dummheit" hinaus. Die Feministinnen sind nur eine Gruppe von vielen, die auf dieses Ziel hinarbeiten.

Unser politisches System hat einige Mängel, und einer davon besteht darin, daß sich ja nur diejenigen effektiv mit Politik beschäftigen können, die genügend Zeit dafür haben. Diese Zeit haben sie entweder, weil sie von zahlungskräftigen Interessengruppen finanziert werden, wofür dann aber von ihnen erwartet wird, daß sie im Interesse dieser Gruppen als Lobbyisten tätig werden. Oder aber sie haben diese Zeit, weil sie sonst nichts zu tun haben. Wer leistet nun aber die meisten Arbeitsstunden in Deutschland? Das sind die Männer. Folglich haben die meisten Männer nur die Möglichkeit, als Lobbyisten in die Politik zu gehen. Oder sich nur ansatzweise politisch zu engagieren, womit man aber nicht weit kommt. Auch männliche Arbeitslose ändern daran nichts, denn sie haben üblicherweise nicht die finanziellen Mittel, um Wahlkämpfe zu finanzieren und haben, wenn sie denn ernsthaft Arbeit suchen, damit auch gut zu tun.

Das Heer der Hausfrauen dagegen hat da schon rein zeitlich viel bessere Möglichkeiten. Das nötige Geld kommt dann entweder vom Ehemann oder aus irgenwelchen Frauenfördertöpfen. Als es letztere noch nicht gab, engagierten sich auch nur Frauen aus den besser verdienenden Schichten in der Frauenbewegung, denen das auf die eine oder andere Weise ebenfalls durch die Arbeit von Männern finanziell ermöglicht wurde.

Dazu kommt noch, daß es bei Frauen eher akzeptiert wird, wenn sie sich über tatsächliche oder angebliche Mißstände beklagen. Und daß dann gerade Männer auch immer sehr hilfsbereit sind. So ist es nur klar und logisch, daß sich in der Politik - sofern die Interessen der Wirtschaft nicht zu sehr berührt werden - alles um die Interessen der Frauen dreht.

Und wir haben so die Situation, daß diejenigen, die hier den größten Teil der Wertschöpfung leisten, politisch den geringsten Einfluß haben und von allen Seiten folgerichtig nur als Zahlesel verwendet werden. Das kann so aber nicht dauerhaft funktionieren.

Freundliche Grüße
von Garfield


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