Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Unglückliche Namensgebung ABER…

Garp, Wednesday, 07.07.2004, 14:09 (vor 7884 Tagen) @ Guildo

Als Antwort auf: Strafsteuer für Kinderlose von Guildo am 06. Juli 2004 22:07:47:

es geht ja eigentlich nicht darum Kinderlose zu bestrafen. Ziel ist es, Familien mit Kindern zu entlasten. Dieses Ziel ist auch nicht ungerecht. Familien mit Kindern sind finanziell schlechter gestellt. Aber diese Familien leisten den Hauptbeitrag, durch Nachkommenschaft, für eine bezahlbare Pflegeversicherung.
Richtig ist, dass Kinderlose sowieso in einer höheren Steuerklasse sind. Dies gleicht aber die gesellschaftlichen Kosten der Kinderlosigkeit nicht aus.
Warum sollen nun die Hauptkosten den Familien mit Kindern aufgelastet werden?
Früher waren viele Kinder eine Alterversicherung. Heute übernimmt diese Aufgabe der Staat. Aber der Staat besteht aus den zukünftigen Steuerzahlern. Wenn es davon immer weniger gibt (Denn Einwanderung wollen wir in Deutschland ja auch nicht) dann müssen die Kosten eben neu verteilt werden. Meiner Meinung nach ist es daher auch legitim eigene Kinder bei der Renten- und Pflegeversicherung anzurechnen.
Dass solche Ideen überhaupt in der Politik diskutiert werden ist überraschend genug. Schließlich haben die meisten Entscheidungsträger in der Politik selber keine Kinder.
Schröder, Fischer, Bulmahn, Zypries, Ulla Schmidt, Künast, Trittin alle haben keine eigenen Kinder. Ich würde mir wirklich mehr Politiker mit Kindern wünschen, damit das Thema Generationengerechtigkeit endlich stärker in den Mittelpunkt rückt.
Seht auch einmal die Zahlen an, wie viele Kinder in Armut oder von der Sozialhilfe leben.
Altersarmut gibt es kaum noch, aber Kinderarmut im erschreckenden Ausmaß. Und jetzt stell diesen Familien die DINKS entgegen. Für die ist Urlaub und Zweitwagen meist kein Problem, aber welche Familie mit Kindern kann sich das leisten?

So eine Steuer ist natürlich bitter für Menschen, die sich eigentlich Kinder wünschen, aber keine bekommen können.
Dieses Thema hat aber keine geschlechtsspezifische Komponente. Schließlich muss auch die Karrierefrau, die bewusst auf Kinder verzichtet, diese „Strafsteuer“ zahlen.
Es ist ein Konflikt zwischen Menschen mit und ohne Kindern und der Frage wer die Kosten der Kinderlosigkeit übernimmt.


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