Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Du unterstellst Dworkin etwas, das so nicht stimmt

Hetzi, Tuesday, 29.06.2004, 12:50 (vor 7892 Tagen) @ Mischa

Als Antwort auf: Du unterstellst Dworkin etwas, das so nicht stimmt von Mischa am 29. Juni 2004 08:15:23:

Dworkin schribt lediglich, daß Sex, der auf Machtgefälle beruht, als Vergewaltigung aufgefasst werden kann. Sie plädiert für eine freie Sexualität zwischen freien Menschen. Ihre Betonung liegt auf FREIWILLIGKEIT, ist das etwa falsch? Ihre Aussagen mußt du im Kontext der Zeit sehen, damals war es legal, die Ehefrau zum Sex zu zwingen. Würdest du das wollen? Eben! Und genau dagegen hat Dworkin geschrieben.

Wenn ich mir die Zitate unter http://www.ceiberweiber.at/ownpages/feminism/dworkin2.htm so ansehe, dann schreibt sie auch dass immer ein Machtgefaelle von Maennern zu Frauen bestehen soll.

"Geschlechtsverkehr vollzieht sich innerhalb einer Machtbeziehung, die allgegenwärtig und unangreifbar ist. Der Akt findet, unabhängig von der Bedeutung, die er in sich und als solcher hat, in einem Kontext statt, in dem Männer soziale, ökonomische und physische Macht über Frauen besitzen. Einige Männer verfügen nicht über all diese Formen von Macht über alle Frauen; aber alle Männer verfügen über einige Formen von Macht über alle Frauen; und die meisten Männer haben die Kontrollmacht über die, die sie ihre Frauen nennen - die Frauen, die sie ficken. Die Macht ist durch das Geschlecht vorherbestimmt, durch die Tatsache, daß man männlich ist. Geschlechtsverkehr als Akt ist oft Ausdruck der Macht, die Männer über Frauen haben. Wenn er auch nicht das ist, was die Gesellschaft als Vergewaltigung anerkennt, so doch das, was die Gesellschaft - wenn man sie zu diesem Zugeständnis drängt - als Vorherrschaft anerkennt.Geschlechtsverkehr ist oft ebenso Ausdruck von Feindseligkeit oder Zorn wie von Vorherrschaft."

Auf der Seite wird auch ganz richtig erkannt, das Dworking so schreibt als ob Frauen keine Verwantwortung fuer ihr eigenes Leben haben wuerden und dass dies sehr ans viktorianische Frauenbild erinnert.


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