Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Es wäre nur gerecht

Der Bachelor, Thursday, 20.05.2004, 17:06 (vor 7932 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Es wäre nur gerecht von Emmalein am 20. Mai 2004 13:20:38:

Hi, Bachelor,

Hat sie nicht die meisten Maskulisten als Faschisten betitelt? Auch unter Aufbringung von viel Wohlwollen kann das nicht mehr als freie Meinungsäußerung durchgehen, sondern nur noch als Riesenverarschung.
Gegenteilige Meinungen sind ja gut und recht, aber muß deswegen die verbale Keule herausgeholt werden?

Zu diesen Vorwürfen:
1. Ich halte es für eine dikatorische Vorgehensweise, von Menschen Dossiers anzulegen und diese bei Bedarfsfall, wenn die betreffende Person zu frech wird, herauszukramen und ihr erst mal den Staatsanwalt auf den Hals zu hetzen. Wer immer das tut, von dem distanziere ich mich hiermit öffenlich.
Ich halte es für falsch und faschistoid, dieses Verhalten zu rechtfertigen damit, dass es irgeneiner Sache dient. Wer aufrecht und demokratisch denkt, sollte sich von einer solchen Vorgehensweise distanzieren. Wer immer diese Vorgehensweise unterstützt, unterstützt eine faschistoide Denkweise.

Wenn Du wüsstest, wieviele "Dossiers" der Verfassungsschutz schon erstellt hat...Sind deswegen alle Staaten diktatorisch? Ist Oracle diktatorisch?

Feministen wird generell vorgeworfen, sie seien Faschisten.

Unterstellung. Gleichwohl bleibt eine totalitäre Gesinnung, die es anzukreiden gilt. Den Begriff Faschismus sollte man IMO vermeiden, bin historisch aber nicht so bewandert, um da Parallelen zu ziehen.

Andersdenkende haben aber in einigen als feministisch betitelten Foren derartige Freiheiten, wie man sie sich nirgends sonst erlauben kann. Da ich als Feministin gesehen werde, muss ich auch sogar ertragen und freundlich zu solchen Menschen bleiben, die mich als Faschist bezeichnen.

Du bist aber keiner. Jedenfalls solltest Du solche Aussagen schon belegen können. Na, wer bezeichnet dich KONKRET als Faschist bzw. wer bezeichnet Feministinnen als faschistisch?

Mit meiner Provokation wollte ich erreichen, dass vielleicht mal ein Nach- und Umdenken einsetzt. Müssen wir denn den Amerikanern alles nachmachen und uns wegen jedem Sch.. verklagen? Nun ja, ganz offensichtlich scheint das ja gut anzukommen, anstatt dass man miteinander redet, wird verklagt.

Ich fand die Aktion von Achilles sowie jene von Magnus gut, weil einer solch bedenklichen Entwicklung Einhalt geboten werden muss. Das heißt nun nicht, daß bei jeder Kleinigkeit geklagt werden soll und man immer und überall Volksverhetzung wittert. Das wäre einer freien Diskussionskultur abträglich, da hast Du Recht. Aber bitte sehe doch ein, daß es auch Grenzen gibt, die geschützt gehören. Den Mann generell als minderwertige Kreatur zu bezeichnen geht meiner Ansicht nach über die freie Meinungsäußerung hinaus.

Ich bin bereit zur Diskussion bis zu gewissen Punkten. Ich habe Arne eine Mail geschrieben, in der ich die FAQs, die meine Person betreffen, geklärt habe. Falls es interessiert, kann Arne die Mail ruhig veröffentlichen.
Im Übrigen interessiert mich die Diskussion um meine Person nur am Rande.
Ich glaube nicht, dass alle Maskulisten Faschisten sind. Aber ich glaube, dass manche sich die Konsequenzen ihres Denkens und Redens nicht wirklich klarmachen. Wer in ein Mädchenmagazin ins Gästebuch: Mit Deutschem Gruss hineinschreibt, macht sich in meinen Augen stark verdächtig, Faschist zu sein.

Nehmen wir mal an, zwei Personen mit totalitärer Gesinnung sind unter den Maskulisten. Ist es dann fair, den Maskulismus per se zu verteufeln?
Was ich bei Dir vermisse ist eine angemessene Differenzierung. Ich vermute Du spieltst absichtlich falsch, denn dumm bist Du ja nicht. Du ignorierst beispielsweise Äußerungen von Hannibal, obwohl sie teilweise so extrem sind, daß sich die Ordnungshüter dafür interessieren. Wenn aber hier das Wort "Dossier" fällt, schlägst Du wie wild um dich.

Am Liebsten sind mir die Menschen, die zwar andere Meinungen als ich vertreten, dabei aber gesittet bleiben. Davon gibt es einige hier. Bei einer Sperrung würde ich die darum bitten, mit mir privat , per Mail, weiter zu diskutieren. Mich interessieren diese Fragen der Gleichberechtigung nämlich tatsächlich. Ab und zu habe ich jetzt wegen dieser Unterhaltungen in virtueller Form hier auch schon meine Meinung geändert, ich bin beispielsweise jetzt aus Prinzip und gesetzlichen Gründen gegen die Wehrpflicht; ich habe mir um das GG in dem Punkt vorher keine Gedanken gemacht.

Du bist ja heute erstaunlich sachlich. Es geht doch ;-) Ich schließe daraus, daß Dir selbst langsam bewußt wird, daß Du da übers Ziel hinausgeschossen bist. Daß die Sperrung beschlossene Sache ist, sehe ich nicht so. Im Momente halten sich Befürworter und Gegner in etwa die Waage. Du kannst also noch hoffen ;-)

Gruß,
der Bachelor


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