Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re:Sehr gut erkannt! n/t

Christian, Sunday, 25.04.2004, 00:22 (vor 7958 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Re: Wehrpflicht soll gesetzlich abgesichert werden von Andreas am 24. April 2004 20:51:41:

ja, es war vollmond und da schlafe ich immer schlecht :-).

achso...ich kenne da einen guten Kräutertee! ;-)
Also, ich hoffe mal, daß es früher oder später zu einer Änderung dieser Wehrpflichtsregelung kommt. Ich persönlich bin für eine prinzipielle Abschaffung der Wehrpflicht - vor allem auch, weil ich keinen Sinn mehr darin sehe. Sie ist schon aus sicherheitspolitischen Gründen überholt. Allerdings empfinde ich die derzeitige Regelung auch als diskriminierend. Ich kann die Argumentation zugunsten einer einseitigen Wehrpflicht nur für Männer nicht nachvollziehen. Christian argumentiert ja so: wenn die regierenden Parteien die Wehrpflicht/Zivildienst schon auf gar keinen
Fall abschaffen wollen, dann sollen sie diese auch auf Frauen ausdehnen - aus Gründe der Gerechtigkeit. Ich sehe da eigentlich keinen direkten Widerspruch zu der Behauptung: "ich bin gegen die Wehrpflicht". So wie ich die Sache sehe, konkurrieren hier zwei Argumentationsebenen miteinander: auf der einen Seite die persönliche Meinung zur Wehrpflicht und auf der anderen Seite der Gleichbehandlungsgrundsatz. D.h. ich kann mich zwar gegen die Wehrpflicht aussprechen, aber andererseits kann ich auch aus Gleichbehandlungsgründen eine Ausdehnung der Wehrpflicht auf Frauen fordern und zwar dann, wenn mein erster Wunsch nicht in Erfüllung geht.
Aber wenn ich Dich richtig verstehe, lehnst du eine solche Forderung eher aus pazifistischen Gründen ab, weil Du eine zusätzliche "Militarisierung" der Gesellschaft befürchtest, oder?
schöne Grüße
Andreas


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