Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Verbrechensbekämpfung durch DNA Analysen

Martin, Friday, 16.01.2004, 20:32 (vor 8056 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Re: Verbrechensbekämpfung durch DNA Analysen von Garfield am 16. Januar 2004 15:39:14:

Hallo Garfield,

Es hat auch schon Fälle gegeben, in denen durch fehlerhafte DNA-Tests Unschuldige verurteilt worden sind.

Auch andere Methoden der Überführung sind schon fehlerhaft durchgeführt worden. Schließlich ist der Justizirrtum so alt wie die Menschheit. Das Fehlen einer absoluten Sicherheit ist für mich kein Argument gegen eine DNS-Probe auch ohne konkreten Verdacht.

Und es gab sogar schon Fälle, wo echte Täter es tatsächlich geschafft haben, selbst bei einer offiziellen Blutabnahme unter Kamera-Kontrolle falsche Blutproben für DNA-Tests abzugeben.

S. o. Echte Täter haben sicherlich auch schon Fingerabdrücke, Handschriften, Stimmen etc. gefälscht oder verstellt und sind damit durch gekommen.

Entsprechend wird man auch bei der Polizei kräftig sparen, wenn es irgendwann mal eine allgemeine DNA-Datenbank für alle gibt.

Noch ein Grund für die Datenbank...

Die Polizei wird dann aus Personal- und Geldmangel häufig nicht mehr richtig ermitteln, sondern sich vor allem auf die DNA-Analyse verlassen.

Wie sie sich seit 100 Jahren eben auf den Fingerabdruck verlässt, sofern vorhanden - und nicht weiter ermittelt...
Die Sorgfaltspflicht bleibt natürlich erhalten.
Außerdem pennen die Rechtsanwälte ja auch nicht. Die würden solche Vorgehensweisen natürlich zerpflücken!

Stell dir mal folgendes Szenario vor: ... ...

Hatten wir auch schon mal. Damals habe ich in etwa gemeint:
Das kann auch ohne DNS-Probe mit konventionellen Beweismitteln passieren. Wie oft sind schon Leute in Verdacht geraten, weil sie zur falschen Zeit am falschen Ort waren? Deshalb gibt es in Deutschland ja (grundsätzlich) das Prinzip im Zweifel für den Angeklagten, weil wegen oberflächlichen Beweisen schon zu viele Fehlurteile ergangen sind.

Ohne allgemeine DNA-Datenbank könnte die Polizei es sich nicht so einfach machen. Dann würde man sämtlichen Spuren nachgehen und auch gründlicher nach Spuren suchen. Man würde den wahren Täter dann zwar auch nicht sofort finden - aber spät ist besser als nie...

Mit neuen Methoden muss natürlich verantwortungsbewusst umgegangen werden, s. o.

Sehe kein Argument, das entsprechend auf konventionelle Methoden nicht deckungsgleich auch angewendet werden könnte!

Bis dann,
Martin


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