Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Hauptforderung der Männerbewegung

Garfield, Wednesday, 07.01.2004, 16:23 (vor 8065 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Hauptforderung der Männerbewegung von Emmalein am 07. Januar 2004 13:58:16:

Hallo Emmalein!

Ich denke, Frauen, die auf One-Night-Stands aus sind, achten meist auch auf Verhütung. Es gibt da zwar - wie Odin ja auch geschrieben hat - durchaus Ausnahmen, aber die sind wohl eher selten. Es geht dabei ja nicht nur um Schwangerschaftsverhütung, sondern auch um diverse Krankheiten, die man sich ohne Kondom einfangen kann. Und für Frauen ist das Infektions-Risiko im Allgemeinen noch höher als für Männer.

Sicher gibt es Männer, die sich da wenig Gedanken machen. Ohne Kondom fühlt es sich nun mal besser an, und so mancher Mann verläßt sich vielleicht darauf, daß für Männer das Infektionsrisiko geringer ist. Und wenn man bei einem One-Night-Stand Namen und Adresse nicht angibt, kann man damit rechnen, unerkannt zu bleiben und im Falle einer daraus resultierenden Schwangerschaft nicht zahlen zu müssen.

Das ist hier aber nicht das Thema. Typen, die so gedankenlos handeln, sind selbst schuld, wenn sie sich was wegholen oder dann für Kinder zahlen dürfen. Und auch die Frauen, die sich freiwillig darauf einlassen, sind selbst schuld.

Es geht hier aber um Frauen, die ihren Partnern oder irgendwelchen One-Night-Stand-Partnern ganz bewußt erzählen, daß sie selbst verhüten würden, nur um von ihnen schwanger zu werden. Das ist eine völlig andere Situation.

Beim Lesen deines Beitrages fiel mir übrigens noch etwas ein. Vor einigen Jahren sah ich mal eine Reportage über Frauen, die mit allen Mitteln ein Kind wollten. Eine dieser Frauen setzte eine Anzeige in die Zeitung. Dort schrieb sie, daß sie einen Mann zwecks Zeugung eines Kindes sucht und keine weitergehenden Interessen und Ansprüche hat. Es sollte also so ablaufen, daß sie sich mit dem Mann trifft, Sex mit ihm hat, bis sie schwanger ist, und danach sollte es keinen Kontakt mehr geben und auch keine finanziellen Forderungen ihrerseits.

Sie hat daraufhin tatsächlich mehrere Zuschriften von irgendwelchen armen Irren bekommen. (Fairerweise muß ich dazu schreiben, daß es damals wohl noch keine Präzedenzfälle gab, in denen selbst Samenspender zu Unterhaltszahlungen verdonnert wurden.) Sie traf sich mit mehreren Männern, und dazu sagte sie dann im Interview für die Reportage, daß sie ja richtig schockiert gewesen wäre, wie viele Männer dazu bereit waren, sie einfach so ohne jegliche daraus resultierende Verpflichtungen zu schwängern. Daß sie selbst auch bereit war, dem Kind seinen Vater vorzuenthalten und diesem sein Kind, fand sie offensichtlich völlig in Ordnung. Ihrer Aussage nach wäre es gerecht und fair gewesen, wenn der Vater dann auch für das Kind gezahlt hätte, natürlich ohne dafür dann auch irgendwelche Ansprüche zu stellen und idealerweise ohne das Kind jemals kennenzulernen. Dabei hätte sie dann selbstverständlich keinerlei schlechtes Gewissen gehabt. Daß die Männer dazu aber nicht bereit waren, schien sie regelrecht zu empören, obwohl sie diese Regeln ja selbst so festgelegt hatte. Aber die Männer sind eben grundsätzlich immer an allem schuld... Diese Meinung teilt diese Frau leider auch mit nicht wenigen Frauen in Deutschland.

Freundliche Grüße
von Garfield



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