Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Jedenfalls viele feminine Rechtswissenschaftler !

Garfield, Monday, 23.06.2003, 19:04 (vor 8262 Tagen) @ Jörg

Als Antwort auf: Re: Jedenfalls viele feminine Rechtswissenschaftler ! von Jörg am 21. Juni 2003 23:00:41:

Hallo Jörg!

"Ist jede Juristin oder Jura-Studentin gleichzeitig auch eine männerfeindliche Feministin?"

Bewußt sicher nicht. Aber viele Menschen - sowohl Männer als auch Frauen - haben heute feministische Dogmen so gründlich aufgesogen, daß sie sie gar nicht mehr in Frage stellen. In der Justiz ist das natürlich fatal, und tatsächlich bekommen Frauen ja vor Gericht laut Statistik auch für dieselben Vergehen unter denselben Umständen mildere Strafen als Männer. Die einzige Ausnahme sind Mordfälle - da ist es bei weiblichen Tätern nämlich häufig so, daß sie ihre Opfer im Schlaf attackieren, vergiften oder sich nachweislich bereits vor der Tat die Tatwaffe zurecht gelegt haben, so daß der Tatvorsatz eindeutig nachgewiesen und somit nicht so einfach mit Notwehr, Totschlag im Effekt oder ähnliches kaschiert werden kann. Deshalb bekommen Mörderinnen im Durchschnitt höhere Strafen als Mörder. Allerdings liegt das dann ja eben daran, daß die Umstände der Tat eben nicht gleich sind. Bei gleichen Umständen werden Frauen aber milder bestraft, und das wird von Richtern in der Regel damit begründet, daß Frauen angeblich weniger kriminelle Energie hätten.

Das wiederum glaubt man damit belegen zu können, daß weniger Frauen in Gefängnissen sitzen. Man sperrt also einerseits weniger Frauen ein und begründet das dann andererseits damit, daß weniger Frauen eingesperrt sind... Dieser Widerspruch müßte eigentlich jedem klar sein - es sei denn, man WILL ihn einfach nicht sehen.

Nun sind zwar männliche und weibliche Justizmitarbeiter gleichermaßen durch diese feministischen Dogmen von der sanftmütigen, friedlichen Frau beeinflußt. Aber ich denke, daß Frauen in diesem Fall eine höhere Hemmschwelle davor haben, diese dogmatischen Begrenzungen geistig zu überschreiten. Allein schon, weil sie selbst ja durch männerfeindlichen Sexismus nicht betroffen sind. Und wenn man selbst nicht betroffen ist, kommt man häufig gar nicht erst auf die Idee, irgendetwas zu unternehmen. Erst recht nicht, wenn man auch noch überall zu hören bekommt, daß das schon alles so okay wäre. Und wenn man durch diese Dogmen und Klischees obendrein auch noch zur besseren Hälfte der Menschheit gezählt wird, wird man noch weniger darum bemüht sein, irgendetwas daran zu ändern.

"Frauen beginnen das Studium früher. Sie werden regelmäßig länger und umfassender von ihren Familien unterstützt. Es finden sich immer ein paar männliche Studenten, die man "ausnutzen" kann. Als junge Frauen gelingt es ihnen nicht selten, "weibliche Waffen" unmittelbar studien- und karrierefördernd einzusetzen."

"Bis zu einem gewissen Grad magst Du damit Recht haben."

Das ist mir schon in der Schulzeit immer wieder aufgefallen. Da gab es in meiner Klasse immer ein paar Mädels, die zwar nicht besonders helle waren, aber trotzdem fast nur Einsen auf dem Zeugnis hatten. Für die Fächer, in denen sie nicht sonderlich gut waren, haben sie sich immer die Unterstützung eines Jungen gesichert, der in dem Fach gut war. Und manchmal hatten sie dann am Jahresende in dem Fach eine bessere Note als der Junge, von dem sie regelmäßig abgeschrieben haben. Mich hat das damals schon so genervt, daß ich solche Durchmogel-Expertinnen grundsätzlich niemals habe abschreiben lassen, was mir dann prompt eine negative Bemerkung in der Abschlußzeitung eingebracht hat. :-)

"Nun versucht er, eine Ersatzkraft zu finden. Auch diese antwortet wahrheitswidrig auf die Frage nach einer Schwangerschaft mit "nein".
Wieder ist der Unternehmer dran."

"Nicht wenn er das Arbeitsverhältnis der Ersatzkraft von vornherein auf den Zeitraum befristet, in dem die ursprüngliche Kraft abwesend ist (was der Regelfall sein dürfte)."

Wirklich nicht? Muß er dann nicht für diesen Zeitraum auch zahlen?

"Noch längst nicht jede Juristin kommt so ohne weiteres in den Staatsdienst."

Aber gerade im Staatsdienst haben Frauen durch Quotenregelungen weitaus bessere Einstellungs- und Aufstiegschancen als Männer. Allein das sorgt dafür, daß der Frauenanteil in der Justiz steigen dürfte. Der einzige Faktor, der dagegen wirkt, ist die Tatsache, daß Frauen ihre Karriere immer noch häufig für Kind und Familie unterbrechen. Auf radikalfeministische Kampflesben trifft aber gerade das kaum zu...

"Der eigentliche Skandal besteht darin, daß die kürzere Lebenserwartung von Männern niemand so recht zu jucken scheint."

Genau. Es sind ja nur Männer, und Männer müssen eben jegliche Unannehmlichkeiten wie noch vor 1000 Jahren klaglos ertragen...

"Kann man so nicht sagen. Die Trennlinie verläuft nämlich nicht zwischen Männern und Frauen, sondern zwischen klar denkenden Menschen und Menschen, denen der Feminismus bereits den Verstand vernebelt hat."

Richtig. Aber in den letzten Jahrzehnten sehe ich immer deutlicher den Trend in Richtung "alle Macht der Dummheit". Und das zeigt sich keineswegs nur am Beispiel des Feminismus, sondern überall, wo sich gern selbstgerechte Gutmenschen sammeln. Zum Beispiel auch in der Umweltschutzbewegung, in der Friedensbewegung, in Bewegungen gegen Rechtsradikalismus und Ausländerhaß... Eben überall, wo die Zielsetzung eigentlich positiv ist und wo jeder Spinner unter dem Deckmantel dieser positiven Zielsetzung heutzutage Narrenfreiheit genießt. Den wirklich Mächtigen im Lande kommt so etwas sehr gelegen, da die Bevölkerung dadurch von den wirklichen Problemen abgelenkt und gleichzeitig auch noch in verschiedene Lager gespalten wird. Deshalb wird eben auch der Feminismus weiter verhätschelt, und deshalb hat man auch Alice Schwarzer das Bundesverdienstkreuz umgehängt. Sie hat es quasi dafür bekommen, daß sie nichts weiter getan hat, als die eine Hälfte der Bevölkerung gegen die andere aufzuhetzen.

Freundliche Grüße
von Garfield


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