Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Jedenfalls viele feminine Rechtswissenschaftler !

Diogenes, Sunday, 22.06.2003, 11:45 (vor 8263 Tagen) @ Jörg

Als Antwort auf: Re: Jedenfalls viele feminine Rechtswissenschaftler ! von Jörg am 21. Juni 2003 23:00:41:

Hallo Diogenes!
>Bei der Anzahl der weiblichen Juristen oder auch dem Anteil weiblicher Studenten der Rechtswissenschaft wird man sehr rasch feststellen, woher der Wind weht.
Ist jede Juristin oder Jura-Studentin gleichzeitig auch eine männerfeindliche Feministin?

Nicht immer, aber immer öfter :-)

>Frauen beginnen das Studium früher. Sie werden regelmäßig länger und umfassender von ihren Familien unterstützt. Es finden sich immer ein paar männliche Studenten, die man "ausnutzen" kann. Als junge Frauen gelingt es ihnen nicht selten, "weibliche Waffen" unmittelbar studien- und karrierefördernd einzusetzen.
Bis zu einem gewissen Grad magst Du damit Recht haben.

Ja, bis zu einem gewissen Grad. Ist der Grad praktisch so gewiss wie das Amen in der Kirche? Es gibt sicher Ausnahmen. Beispielsweise sind das solche zwanzigjährigen Kinder, die von Mutti noch ein Pausenbrot mit auf den Weg bekommen und die dann alles was der Herr Professor oder die Frau Professorin sagen, wortgetreu aufschreiben und auswendig lernen. Bringt zwar nichts, macht aber einen enorm fleißigen Eindruck und reicht daher trotzdem manchmal zum Bestehen aus.>>Bei den Einstellungschancen sieht es zwar nicht mehr so gut aus, weil insbesondere kleinere Arbeitgeber wegen der frauenspezifischen Schutzrechte im Arbeitsrecht von Frauen im gebärfähigen Alter lieber die Finger lassen. Man stelle sich vor, folgender Fall kann ganz bittere Realität werden:
[quote][quote]Ein Unternehmer möchte eine Sekretärin einstellen. Er fragt, ob eine Schwangerschaft besteht. Wahrheitswidrig antwortet die Bewerberin mit "nein".
Der Arbeitgeber stellt ein, muß trotz der Lüge alle Verpflichtungen nach dem Mutterschutzgesetz erfüllen.
Nun versucht er, eine Ersatzkraft zu finden. Auch diese antwortet wahrheitswidrig auf die Frage nach einer Schwangerschaft mit "nein".
Wieder ist der Unternehmer dran.
[/quote][/quote]

Nicht wenn er das Arbeitsverhältnis der Ersatzkraft von vornherein auf den Zeitraum befristet, in dem die ursprüngliche Kraft abwesend ist (was der Regelfall sein dürfte).

Widerspruch Euer Ehren. Das Recht, auf die Frage nach einer bestehenden Schwangerschaft die Unwahrheit zu sagen, besteht auch bei befristeten Arbeitsverhältnissen. Der Witz ist doch, daß bei fast jeder anderen Lüge der Vertrag wegen arglistiger Täuschung anfechtbar wäre. Nur die Frauen werden wieder mal unter "Naturschutz" gestellt. In diesem Fall geht aber der staatlich angeordneten "Naturschutz" insofern nach hinten los, als damit die Einstellungschancen junger Frauen in kleinen und mittleren Betrieben im Ergebnis verringert werden. Mal sehen wie lange es dauert, bis auch für solche Betriebe eine verpflichtende Frauenquote verordnet wird, bei den grün-alternativen "Heilsbringern" an der REgierung könnte das alles noch kommen.

>Ergo findet man Juristinnen nicht selten als Richterinnen oder Staatsanwältinnen oder sonst eben im Staatsdienst oder bei großen Firmen, denn dort kann man sich den Luxus junger Mütter leisten.
Eine kühne Schlußfolgerung. Noch längst nicht jede Juristin kommt so ohne weiteres in den Staatsdienst. Da wollen sie natürlich alle hin. Solche Arbeitsplätze sind dann aber auch entsprechend knapp. Die Stellen auf dem Gebiet der ehemaligen DDR sind auch schon lange besetzt. Auch leistet sich nicht jede größere Firma den Luxus einer eigenen Rechtsabteilung.
>Es ist nun mal eine Tatsache, daß Frauen in unserem Bildungssystem aus den verschiedensten Gründen Vorteile haben.

Ich zitiere einfach nochmal meinen Satz: Es ist nun mal eine Tatsache, daß Frauen im Bildungssystem vorteile haben. Die Vorteile führen eben auch nicht selten zu besseren Noten.

Und am Ende des Lebens sind ihnen dann zumeist auch noch wesentlich mehr Lebensjahre gegönnt.[/i]

Der eigentliche Skandal besteht darin, daß die kürzere Lebenserwartung von Männern niemand so recht zu jucken scheint. Niemand fragt danach, ob das nicht auch an den schlechteren bzw. härteren Lebensbedingungen für Männer liegen kann.

Nichts anderes habe ich vertreten. Vermutlich liegt es aber nicht nur an den härteren Lebensbedingungen sondern auch an genetischen Faktoren und an der Tatsache, daß Männer insgesamt risikoreicher leben. Außerdem neigen sie eher dazu, ihr irdisches Dasein freiwillig zu beenden, wenn die Lebensbedingungen oder Zukunftsaussichten sich beispielsweise durch gravierende Erkrankungen dramatisch verschlechtern, während Frauen sich bis ins höchste Alter bei wachsender Demenz beinahe lustvoll pflegen lassen.

>Da wird etwas euphemistisch immer von einem demographischen Problem gesprochen. In Wahrheit besteht dieses demographische Problem nicht aus Männern, die 40 Jahre lang ihre Kräfte in der Bauindustrie verschleißen und dann fünf Jahre nach dem Renteneintritt mit 68 in die Kiste hüpfen.

Das demographische Problem besteht aus 89jährigen Witwen von Abteilungsleitern, die jeden Monat munter von der Rentenversicherung ihre eigene Rente aus ihrer Sekretärinnentätigkeit einsacken und zusätzlich noch die Kohle von dem früh verstorbenen Alten, was sich dann zusammen auf stattliche 2.500 Euro addiert.
Aber wie gesagt, auch im Bereich der Rechtswissenschaft sind die Frauen immer mehr diejenigen, die den Ton angeben. Schlechte Zeiten also für Männerrechtler :-)[/i]

Kann man so nicht sagen. Die Trennlinie verläuft nämlich nicht zwischen Männern und Frauen, sondern zwischen klar denkenden Menschen und Menschen, denen der Feminismus bereits den Verstand vernebelt hat.

Na dann hoffe mal schön weiter darauf, daß irgend eine künftige Justizministerin die Benachteiligung der Männer in unserem Land erkennt und endlich für Chancengleichheit und faire Bedingungen sorgt. Ich habe diese Hoffnung offen gesagt nicht.

Gruß, Jörg


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