Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: So ein Quatsch

Garfield, Thursday, 28.11.2002, 15:52 (vor 8468 Tagen) @ Jack

Als Antwort auf: So ein Quatsch von Jack am 28. November 2002 12:09:48:

Hallo Jack!

Was Markus da geschrieben hat, ist durchaus kein Quatsch, denke ich.

Denn gerade die Tatsache, daß die Radikalfeministinnen mit dem Unsinn begonnen haben, ist noch ein Grund mehr, nicht in dieselben Fußstapfen zu treten.

Man muß da differenzieren. Wenn man eine eingefleischte Radikalfeministin vor sich hat, dann ist es angebracht, die argumentative Keule zu schwingen und ihr z.B. so richtig schön vor Augen zu halten, was auch Frauen sich in der Vergangenheit Übles geleistet haben und heute immer noch leisten.

Wenn man es jedoch mit Leuten zu tun hat, die nicht mehr als das "normale", allgegenwärtige Maß an radikalfeministischer Indoktrination abbekommen haben, dann bringt es wesentlich mehr, wenn man so argumentiert, wie Markus es hier vorgeschlagen hat.

Denn gerade viele Frauen halten doch auch nicht sonderlich viel von Alice Schwarzers Verfolgungswahn in Bezug auf das imaginäre Patriarchat. Nur wenn man dann als Männerrechtler auftritt und genauso verbissen argumentiert wie die "Gegenseite", dann wird man eben als so eine Art "Albert Schwarzer", also auch als Betonkopf eingestuft und entsprechend kaum ernst genommen.

Nein, ich denke, man darf gerade keine "Gegenseite" bilden, sondern man sollte über den Dingen und damit auch über den Fronten des Geschlechterkrieges stehen.

Den "Geschlechterkrieg" an sich können wir getrost den Fundamentalisten beider Seiten überlassen. Nur wenn wir Vernunft bewahren, können wir letztendlich etwas dafür tun, daß sich die Vernunft wieder öfter durchsetzt.

Zu allererst sollten wir alle uns als Menschen sehen, und erst dann als Männer oder Frauen. Es ist ein Widerspruch, einerseits Gleichberechtigung zu fordern, andererseits aber zu behaupten, daß Männer und Frauen absolut grundverschieden wären. Und man kann solche und andere radikalfeministische Widersprüche schlecht bloßstellen, wenn man selbst davon befangen ist.

Freundliche Grüße
von Garfield


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