Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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IGAF Deutschland antwortet: Familienoberhaupt (Nachtrag)

IGAF Deutschland ⌂, Tuesday, 12.04.2011, 12:37 (vor 5394 Tagen) @ IGAF Deutschland

Auf den Beitrag von Leutnant Dino (IGAF Deutschland) wurde ein Kommentar geschrieben, wie er durchaus als typisch gelten kann und der nachfolgend kommentiert werden soll:

(geschrieben von Justinian)

Ganz einfache Antwort: Familie erwächst aus der Partnerschaft, zumeist der Partnerschaft von Mann und Frau. Zentrum der Familie sind Kind(er). [...] Es braucht in ihr keinen Hafenmeister, sondern die Verantwortungsgemeinschaft von Vater und Mutter für ihre Kinder. Das deutsche Familien(un)recht wird nicht durch die Wiedereinführung eines Familienoberhauptes reformiert. Der einzige Weg, den Femisten erfolgreich das Wasser abzugraben, ist die Konzentration auf die Rechte der Kinder, die einen Anspruch auf beide Eltern gleichermaßen haben.

Punkt 1:

"Es braucht in ihr keinen Hafenmeister, sondern die Verantwortungsgemeinschaft von Vater und Mutter für ihre Kinder"

Stellen Sie sich mal vor, eine Airline erklärte ihren Fluggästen: "Wir haben auf den Flugkapitän verzichtet, wir setzen auf die 'Verantwortungsgemeinschaft' unserer Crew." Ich möchte mal sehen, wie diese Airline die Flug von Fluggästen bewältigen will, welche nur noch mit dieser Airline fliegen will.

Oder: Nach einem Kindermord erklärt die Polizei: "Wir verzichten auf den Chefermittler und vertrauen voll auf die 'Verantwortungsgemeinschaft' unserer Polizei."

Oder ein Haus brennt, Menschenleben sind in Gefahr: Die Feuerwehr erklärt: "Wir verzichten ab sofort auf den Einsatzleiter und überlassen die Situation der 'Verantwortungsgemeinschaft' der Brandbekämpfer."

Punkt 2:

Es scheint allgemein eine Unklarheit über die Rolle des Familienoberhauptes zu bestehen. Offenbar hat die jahrzehntelange Gehirnwäsche des Feminismus Wirkung gezeigt, dass Familienoberhaupt mit "Unterdrückung der Frau" in der "patrarchalen Unterdrückungsinstitution Ehe" gleichsetzt.

Ein Familienoberhaupt hat nach innen (innerhalb der Familie) als eine Art Friedensrichter zu fungieren. Er muss Streit in der Familie schlichten und bei Interessenkonflikten auf den Ausgleich von Ungleichgewichten hinarbeiten.

Fehlt diese Funktion, dann regiert in der Familie der Egoismus. Nicht wenige Familien leiden darunter, weil Kinder ihre Eltern terrorisieren und diese werden mit der Situation nicht fertig, weil sie die Instanz abgeschafft haben, die in Konfliktfällen das letzte Wort hat.

Wichtig ist vor allem das Zurückdrängen von Staat und Helferindustrie, welche in die Familien hineinregieren. Und hier liegt es auf der Hand, wenn die Instanz des Familienoberhauptes fehlt, welche die Autorität hat, Streit in der Familie zu schlichten, dann ist der Weg für staatliche Instanzen wie Jugendamt frei, die sich dann die Rolle des Familienoberhaupts anmaßen.

Ein Familienoberhaupt hat nach außen die Aufgabe, beispielsweise gegenüber dem Staat, die Familie einheitlich zu representieren. Der Staat hat mit der Postulierung der "Gleichheit von Ehemann und Ehefrau" nicht etwa die Gleichberechtigung im Sinn, sondern er will eine Konkurrenzsituation zwischen Mann und Frau heraufbeschwören, in der er als Staat sich zu Friedenrichter aufspielen will.

Punkt 3:

"Konzentration auf die Rechte der Kinder"

Mit den Vokablen "Rechte des Kindes" oder "Wohl des Kindes" geht man der Staatpropaganda auf den Leim.

Die Existenz eines Familienoberhauptes garantiert, dass die Entscheidungsgewalt in der Familie verbleibt und die Autonomie der Familie garantiert ist.
Die Postulierung des "Kindeswohl" ist sehr geschickt, zielt aber darauf, dass sich der Staat in Form des Jugendamtes und Familienrichters an die Stelle des Familienoberhauptes setzen will. Es geht nicht wirklich um das "Wohl des Kindes", das wird nur vorgeschoben, sondern um die Machtfrage zwischen Staat und Familie.

Man halte nur einmal inne und überlege, wer das "Kindeswohl" definiert. Genau, die Definitionsgewalt darüber maßt sich der Staat an. Wer einmal in die Fänge des Jugendamtes geraten ist, weiß, was es mit der Propaganda um das "Kindeswohl" wirklich auf sich hat.

Fazit:

Ein jeder möge die Freiheit haben, in seiner Familie auf ein Familienoberhaupt zu verzichten. Er sollte sich dann nur darüber im Klaren sein, dass er damit den Staat auf dem Platz des Familienoberhaupts bekommt.

Ich hoffe, dass dieser Kommentar hilfreich ist, die Problematik zu verstehen, die mit der Abschaffung des Familienoberhauptes verbunden ist

--
IG Antifeminismus Deutschland
http://www.anti-feminismus.org


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