Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

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"Mir geht es um..."

Nikos, Athen, Friday, 04.02.2011, 17:37 (vor 5460 Tagen) @ DvB

Mein Name!

Dein Name? :D Ja ist gut Mann, dein Name, das bleibt unverändert: Du bist viel schlimmer als ich! :D

Kann sein. Aber Du schmeißt die Begriffe mitm Arsch um. Weil Du sie für
bedeutungslos hältst. Das sind sie aber nicht. Die Sprache ist das
wesentlichste Kulturelement überhaupt!
Darum kann "es" dann nicht mehr
um Kunst "gehen", sondern nur noch um Zersetzung. Du kannst nunmal nicht
folgenlos die eigenen Grundlagen unterlaufen.

Ich halte Begriffe keineswegs für Bedeutungslos! Begriffe sind wichtigste Werkzeuge! Aber nichts weiter als das: Werkzeuge. Schau: Der Dach über den Kopf ist das Ziel der Kunst, Du sagst, wenn das Haus keinen Schwimmingpool hat, oder keine Heizung, dann ist das kein Haus. Ich kann da nicht zustimmen. Gehe bitte du allein draußen schlafen. Keiner der Künstler, die du bewunderst, hatte jemals so argumentiert, wie du es tust: Das ist nur eine Illusion von dir!

Materie verändert sich.
Aber nicht "das Sein bestimmt das Bewußtsein" - das ist Bolschewismus!
Sondern der Geist bestimmt die Materie.
Und der Geist ist ewig!

Der Geist bestimmt die Materie? Typische Aussage von jemand, der einen vollen Magen hat. Vorschlag: Gib mir dein Geld! Und friß dann deinen "ewigen" Geist. Nur weil du mein Gedicht nicht magst (es ist definitiv ein Gedicht, ich bin mir nunmehr sicherer, als je zuvor). Mache es!

Wenn Du Deinen Geist nur zum Spielen von Materiellem benutzt, bist Du so
schöpferisch wie ein Haufen Scheiße, der von der Sonne beleuchtet wird
und anfängt zu stinken!

Das tun heutige Künstler sehr oft: Da sind wir eine Meinung. Unsere Unterschied besteht nur um das "Warum" herum. Du sagst, weil es an Form fehlt. Ich sage, weil nur die Form beachtet wird.

Leben ist nicht 'der Verlauf von Zeit'. Sowenig wie Kunst.
Sondern Schöpfertum.

Aha, jetzt kennst du auch was das Leben ist, und natürlich nur du kennst das. Hm. Leben in eine Fabrik, die Knöpfe produziert, ist wahrhaftig Schöpfertum. Wie schön zeigst du uns, dass du damit noch nichts zu tun hattest. Noch nie. Zum Glück schreibst du nichts, außer geheim-geniale formgerechte Gedichte natürlich :D

Begriffe sind da, um zu begreifen. Werden sie zersetzt, fehlt die
Greifmöglichkeit und Du plauderst Deine "Inhalte" ins Nichts. Diese
Inhalte existieren nicht mehr. Gerade darum versuchst Du, die Begriffe zu
zersetzen, damit dies nicht offenbar werde.

Boah! Nein, es ist viel einfacher: Die Begriffe gehen mir am Arsch vorbei, wenn sie zu Schwach für meine Inhalte sind. Ich kann doch nicht das gerade erfundene Feuer wieder löschen, und mir den Arsch abfrieren, nur weil bis dahin kein Begriff dafür existierte, hast du sie noch alle?

Du redest wie jemand, der schwer gelitten hat. Schau mal, es gibt Möglichkeiten deine Kummer um die Form anders zu bewältigen: Schreib! Potenzbefreiter Kritiker!

Inhalte sind ohne Begriffe unformulierbar. Daß es sie dann überhaupt
gäbe, ist eine wirre Behauptung und Fieberphantasie.

Nein, dass es keine neue Begriffe geben würde, ist allein deine Angst und deine Phantasielossigkeit. Es gibt absolut nichts ohne Form. Wenn es aber nur um von der Dir bestimmten Form geht, dann gilt das umgekehrt. Der Geist ist der Inhalt, und die Form braucht nicht deine soldatenartige Versen sein, es gibt auch das Universum, ein Form für alles :D

Nein, ich bin keineswegs blind. Das hättest Du gern, Du möchtest mich
blenden. Um alsdann Deine Halluzinationen verkaufen zu können.

Oh doch, du bist teilweise bereits verblendet. Aber nicht von mir. Ich versuche dir die Augen zu öffnen, und du beschimpfst mich. Dich verarscht ein faule Beamter, der ständig durch Almosen gelebt hat, weil seinerzeit dass so Mode war, nicht ich. Wach auf. Es ist Zeit. Mode ist was anderes als Form. Die Welt besteht nicht aus deine Feinden. Keiner will dir was, du Salieri :D

Falsch. Wir haben z.B. alte Inhalte in alter Form. Etwa von Wagner.
Zersetzt wird zu allererst die Form. Durch abartige Dreckschweine wie
Alfred Hrdlicka. Und mit der Form natürlich auch der Inhalt.

Wagner höre ich so gut wie täglich. Verstehe doch: Etwas gutes kann nicht zersetzt werden. Wozu soviel Angst? Um nicht um den heissen Brei herum zu reden: Ich kann ohne weiteres das ganze Gedicht über Feministinnen so umschreiben, dass dir auch passt. Resultat: Keiner wird es lesen, weil die Zeit anders ist. Und das wäre fatal, vorallem für die Kunst. Das ist das Hauptproblem von euch "Theoretikern der Konserve": Ihr versteht die Zeit so gut wie nie, und daran geht Ihr auch unter.

Und Du traust Dich nichtmal, 'scheiße' auszuschreiben, Du 'Inhalt'.
Sondern biederst Dich der politisch korrekten Form an. Du willst
mir was über Form erzählen? Tzzzzz

Scheiße! Scheiße! Scheiße! Scheiße! Zufrieden? Du Formtheoretiker! :D

'Nahrung' schert mich einen Scheiß, wo die 'Teller' aus Scheiße sind

Du, dass geht mir auch so, wenn ich gerade gegessen habe: Nahrung schert mir einen Scheiß. Ein Paar Stunden später sieht es wieder ganz anders aus. Leider kann ich meine Gedichte nicht an die Launen deines Magens ausrichten

--
*Es gibt KEINEN Grund für eine Nicht-Feministin, einem Mann, den sie liebt, KEINEN Kaffee zu machen!*


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