Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Begriffe, die 327ste

DvB, Friday, 04.02.2011, 03:04 (vor 5460 Tagen) @ Zauberküchenmeister

Du sehnst dich nach Zuwendung?
Hättest du mir doch blos was gesagt. Ich rede IMMER mit dir, wenn du
möchtest ...

Zuwendung... genau das ist es!

Komm, lass uns über die ursprüngliche Bedeutung des Begriffs
Gleichberechtigung sprechen!

>Wir sind alle gleich« - blinzelt der Pöbel. - Nietzsche
Das ist kuschelig, das ist der Mief, der Stallgeruch, da issses heimelig.

dieser Boden wird einst arm und zahm sein, und kein hoher Baum wird mehr aus ihm wachsen können.

[...]

Die Erde ist dann klein geworden, und auf ihr hüpft der letzte Mensch, der alles klein macht. Sein Geschlecht ist unaustilgbar wie der Erdfloh; der letzte Mensch lebt am längsten.

[quote]Wir haben das Glück erfunden« – sagen die letzten Menschen und blinzeln.[/quote]

Sie haben die Gegenden verlassen, wo es hart war zu leben: denn man braucht Wärme. Man liebt noch den Nachbar und reibt sich an ihm: denn man braucht Wärme.

Krankwerden und Mißtrauen-haben gilt ihnen sündhaft: man geht achtsam einher. Ein Tor, der noch über Steine oder Menschen stolpert!

Ein wenig Gift ab und zu: das macht angenehme Träume. Und viel Gift zuletzt, zu einem angenehmen Sterben.

Man arbeitet noch, denn Arbeit ist eine Unterhaltung. Aber man sorgt, daß die Unterhaltung nicht angreife.

Man wird nicht mehr arm und reich: beides ist zu beschwerlich. Wer will noch regieren? Wer noch gehorchen? Beides ist zu beschwerlich.

Kein Hirt und eine Herde! Jeder will das Gleiche, jeder ist gleich: wer anders fühlt, geht freiwillig ins Irrenhaus.

[quote]Ehemals war alle Welt irre« – sagen die Feinsten und blinzeln.[/quote]

Man ist klug und weiß alles, was geschehn ist: so hat man kein Ende zu spotten. Man zankt sich noch, aber man versöhnt sich bald – sonst verdirbt es den Magen.

Man hat sein Lüstchen für den Tag und sein Lüstchen für die Nacht: aber man ehrt die Gesundheit.

[quote]Wir haben das Glück erfunden« – sagen die letzten Menschen und blinzeln. –[/quote]

Und hier endete die erste Rede Zarathustras, welche man auch >die Vorrede« heißt: denn an dieser stelle unterbrach ihn das Geschrei und die Lust der Menge. >Gib uns diesen letzten Menschen, oh Zarathustra«, – so riefen sie – >mache uns zu diesen letzten Men schen! So schenken wir dir den Übermenschen!« Und alles Volk jubelte und schnalzte mit der Zunge. - derselbe

Du fängst an.
3 - 2 - 1 - Klappe DvB, die 327ste!

Gleich, egal, null Unterschied - das ist die Ebenmäßigkeit, die Stromlinienförmigkeit, die keine Größe, keine Kante duldet. Denn ein Grashalm, der wagt, sich zu recken, ist hochmütig - das kommt vor dem Fall. Und für den wird man schon sorgen, im Namen der Gleichheit. Nur Niedertracht ist richtig, im Namen der Egalität. Auf daß alles dem Erdboden gleich werde.

be - das ist: Man ist zu blöd. Man ist zu feig. Man jault nach dem Staate, nach dem allmächtgen (gebunden freilich, denn Allmacht ist Gefahr) Zauberwesen, das Sklave sein soll allem Hirnfurz und an allem schuld zugleich. Ganz wie der ideale Mann fürs dümmste Weib.

recht - Das ist das Gegenteil von Pflicht. Denn niemand soll Pflichten haben. Nur Rechte. Die wachsen auf Bäumen. Und fliegen wie gebratene Tauben umher, den Faulen und Feigen in den Schlund - und der Faulste und Feigste ist König.

igung - Das ist der esoterische Passiv, der die Faulheit noch unterstreicht und verklärt. Das klingt wie I Gong. Das ist der bestätigende Glockenschlag, der die Sakralität des rituellen Hirnfurzes besiegelt.

Gleichberechtigung - Amen!


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