Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Wir müssen weiterkommen

Sachse, Sunday, 09.01.2011, 15:47 (vor 5485 Tagen) @ Informator

Ich probiere es mal an der These
"Gleichberechtigung führt zur Gleichmacherei"

Dies kann oder müsste man anhand der Vergangenheit, dem immer weiteren voranschreiten des Feminismus so sehen.
Trotzdem halte ich diese These für Falsch. Nun ist "Gleichberechtigung" so ein richtiges Scheiss-Wort. Weil es Definitionen zulässt, die da nicht hineingehören, weil es ganz einfach zu oft missbraucht oder Fehlerhaft gebraucht wurde.

Ich bin dafür, dass jeder Mensch Grundrechte besitzt, die ganz einfach Elementar sind.
Und nun bringen wir da mal die Geschlechterfrage mit rein. Jeder Mensch solle ,bittschön, sagen wir mal Arzt werden dürfen. Zu gleichen Bedingungen, Schule, gut sein, Studium...
Wichtig ist, dass nicht schon in der Schule eine "Gleichmacherei" anfängt, indem die Wertigkeit der Leistungen den Unterschieden zwischen den Geschlechtern irgendwie zugunsten eines der beiden verschoben wird.
Im allgemeinen sind Jungen nun mal technisch interessierter und in Mathematik besser. Mädchen sind meistens fleißiger. Wenn ich also in Mathe die Leistungsbewertung vom Verstehen zum auswendig-lernen verschiebe, wird ein Teil benachteiligt.

"Gleichberechtigung heisst für mich, dass eben die Leistungen bewertet werden, nicht die Fragen für das Leistungsvermögen der Mädchen angepasst werden. In Fremdsprachen mag der Fleiß wiederum den Ausschlag für bessere Leistungen derer bringen.

Also: beide haben das Recht (das gleiche Recht) auf eine Richtige Bewertung ihrer Leistungen. Wissen, dass man im Wortlaut erlernt hat und nicht Anwenden kann, hat keinen Wert.
(Deshalb scheitern Mädchen öfter an sog. Textaufgaben)
Vielleicht eine gute Note für das Auswendig-lernen und gute Betonung beim runterleiern, dann aber bitte als Deutschnote, Sparte Gedicht lernen.

In meiner Lehrtätigkeit habe ich immer zwischen "Anwendungsbereitem Wissen " (die hatten es kapiert)und "theoretischem Wissen" (die hatten schön die Lehrsätze gelernt, wussten aber nichts damit anzufangen) unterschieden.

Was wir heute erreichen, ist letztendlich eine Quotierung bei den Mathezensuren, und, viel schlimmer noch, die Unterdrückung oder Nichtbeachtung der kreativen Leistungen, die früher mal die besten ihres Faches hervorgebracht haben.

Meine Meinung, Gleichberechtigung JA, unter Beachtung der geschlechtlichen Unterschiede. Ob das Wort "Gleichberechtigung" dafür verwendet wird, oder z.B. das Wort "Grundrechte" benutzt wird ist eigentlich nur Formsache.

Sicher, da Gleichberechtigung nahe wie Gleichmacherei klingt sollte man eine bessere Bezeichnung suchen.

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Solange wir uns aber hier um eigentlich Kleinigkeiten erbittert streiten werden wir nach außen weniger Ausrichten. Das ist der Preis, wollen wir ihn zahlen?


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