Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Feminismus „schuld“ an Geburtendelle

IM Rosenbaum, Friday, 17.09.2010, 03:12 (vor 5597 Tagen) @ Oliver

Reproduktion: Feminismus „schuld“ an Geburtendelle

von Ronald Gläser

Zeugungsstreik der doppelrollengeplagten Männer

Der Leser Pieter de Vos hat bei eigentümlich frei eine Liste gemacht, die die Ursachen der Geburtendelle recht treffend zusammenfasst:

1. Sozialstaat. Nachdem Bismarck gegen Ende des 19. Jahrhunderts den Sozialstaat eingeführt hat, begann die Geburtenrate im Gleichschritt mit dem Ausbau dieses Wohlfahrtsstaates zu fallen. Familie wurde in Bezug auf soziale Sicherheit schlichtweg überflüssig.
2. Malthusianismus. Seit Malthus spukt in vielen Köpfen die Theorie der "Überbevölkerung" herum. Laut dieser Theorie wächst die Bevölkerung stärker als der Kapitalstock, sind nicht genügend Ressourcen da oder wird die Umwelt durch zu viele Menschen geschädigt (Stichwort Club of Rome). Die Wirklichkeit ist entgegengesetzt. Die Erde ist unterbevölkert. Menschen ziehen in Ballungsgebiete, weil die Nähe zu anderen Menschen Handel und Arbeitsteilung fördert.
3. Nationalgefühle. In Europa ist auffällig, dass die Geburtenrate in ehemals faschistischen Ländern besonders niedrig ist. Für den Kinderwunsch ist es förderlich, positiv auf die nationale Geschichte zu blicken. Wer möchte einem "schlechten Volk" noch weitere Nachkommen hinzufügen?
4. Religion. Der Einfluss insbesondere der Katholischen Kirche hat stark nachgelassen. Die Kirche hatte aber Kinderreichtum stets als Segen propagiert. Heutzutage werden Abtreibungsgegner als "fundamentalistische" Christen abetan.
5. Steuern. Arbeitskraft wird stärker besteuert als Kapital.
6. Pille. Verhütung ist technisch einfach geworden.
7. Emanzipation. Die Theorie der Emanzipation besagt, dass Frauen von Männern unterdrückt wurden und dass Frauen dagegen kämpfen sollen. Wie Herr Gläser darlegt, ist diese Theorie falsch. Mann und Frau sind biologisch, biblisch und gesellschaftlich komplementär und stehen nicht in Konkurrenz zueinander.
8. Konsum. Durch Werbung und Fortschritt ist Konsum wichtiger geworden als die Investition in den eigenen Nachwuchs.
9. Urbanisierung. Die Verstädterung macht Kinder relativ zu Investitions- oder Konsumgütern teurer.
10. Arbeitswelt. Die Wirtschaft fordert heutzutage mehr Flexibilität, was Kinder wiederum "teuer" macht.
11. Demokratie. Kinder haben kein Stimmrecht. Demokratie fördert kurzfristige Planung; Familie braucht langfristige Planung.
12. Abortus. Abtreibung wurde legalisiert und ist technisch mit weniger Risiken verbunden. In Deutschland liegt der Geburtenmangel bei etwa 130 000 Kindern pro Jahr. Das entspricht genau der Zahl der jährlichen Abtreibungen.
13. Ungnade der späten Geburt. Die jungen Erwachsenen kommen immer später in Lohn und Brot. Daher schieben sie eine Familiengründung nach hinten hinaus. Folglich bekommen sie später und weniger Kinder.


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