Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Der Geburtenknick ist älter als der Feminismus.

IM Rosenbaum, Thursday, 16.09.2010, 19:41 (vor 5598 Tagen) @ Das Edle Schnabeltier

Nein. Der Geburtenrückgang begann schon viel früher mit der Erfindung der
Pille. Feministinnen wie Alice Schwarzer hätten es zwar gerne, dass die
neue Frauenbewegung dafür verantwortlich wäre ("erstarkte Frauen im
Gebärstreik!!!"), so gerne, dass sie sogar Jahreszahlen fälschen (Alice
Schwarzer in "Die Antwort"), ist aber dennoch nicht wahr.

In den 1920er Jahren gab es schon die ersten, deutlichen Anzeichen für einen Geburtenknick. Zusätzlich waren viele Männer im Krieg gefallen oder verkrüppelt heimgekehrt. Die Forderung, die später National-Sozialisten erhoben, dass es mehr Geburten geben müsse, war nicht den Kriegsplänen geschuldet um mehr Männer verheizen zu können, sondern eine Antwort auf die Geburtendefizite. Gleichzeitig erfüllten Hitler und seine Bande damit die Forderung fast aller Frauenvereine und -verbände, ob jüdisch, katholisch, evangelisch, ob sozialistisch, kommunistisch, demokratisch, rechtnational oder bürgerlich. Nahezu alle Frauenverbände forderten eine höhrere Achtung der Mütter, Schutz für ledige Mütter, die Besserstellung der Kinder und Geburten.

Hitlers Politik zur Geburtenfrage samt Mutterkreuz war einer der Hauptgründe, warum so viele Frauen Hitlers NSDAP später begeistert wählten. Weiter Details dazu findet man bei Martin van Creveld oder bei einer Agnes Zahn-Hartnack - einer Frau, die damals lebte und die Frauenbewegung und deren Verbände und Vereine dezidiert beschrieb.

Feministinnen betreiben ebenso wie Linke heutzutage Geschichtsklitterung, wenn sie anderes behaupten. Der Geburtenknick existiert ansonsten international. Auch in Kuba (1,6 Kinder pro Frau) oder in Israel; gerade wenn man die orthodoxen Juden rausrechnet oder in den gebildeten Familien der Türkei. Aktuell gibt es so wenig Geburten in Deutschland, weil bei Frauen Angst und Unwissenheit vorherrschen, die berufliche Situation im Wege steht, weil konsumieren wichtiger als Nachwuchs ist. Bei den Männern ist es ähnlich, wobei gerade durchschnittlich verdienende Männer, wie hier schon oft beschrieben, finanziell an Kindern kaputtgehen. Ist ein Trennungsvater in jungen Jahre geschieden worden, sind die Verpflichtung so hoch, dass oft aus dieser Sisyphus-Situation die Karriere nicht mehr intensiv verfolgt wird.

Die Kurzformel für Geburtendefizite lautet also: Geld und Konsum, Karriere und rechtliche Unsicherheit und Ungerechtigkeit. Daran wird sich so schnell nichts ändern und die entstandenen Lücken der Demographie werden durch Zuwanderer gefüllt. Das wird von der Bundesregierung als auch von Brüssel exakt so gesehen und als Planungsbedarf betrachtet.


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