Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Sarrazin statt Muezzin!!

DerKann, Tuesday, 31.08.2010, 18:48 (vor 5613 Tagen) @ Muh-Schlimm

Sarrazin für Erwachsene

Der gestrige Montagabend war ein Abend der Rekorde. Wer immer schon mal die Chefredakteure aus der öffentlich-rechtlichen Parallelgesellschaft, und ihre Stellvertreter dazu, zu Gesicht bekommen wollte, hatte seine große Gelegenheit. Darüber hinaus konnte man sich von ihren jeweiligen rhetorischen Fähigkeiten überzeugen, denn die Redekunst war gestern Abend mächtig gefordert.

Es galt nicht mehr und nicht weniger, als die Demokratie zu verteidigen, zumindest das, was noch von ihr übrig ist, den eigenen Realitätsverlust, und die Migranten dazu. Wer genau hinsah, erkannte es auf den ersten Blick: Fast jeder dieser bedeutenden Männer von der obersten Etage hielt beim Reden jeweils einen Migranten im Arm oder hatte ihn wenigstens auf der Schulter sitzen, und zwar mit einer Leichtigkeit, die schon dem oberflächlichen Betrachter verriet, dass die betreffenden Migranten auch sonst auf der Schulter herumgetragen werden, und zwar mit einer Empathie, wie sie nur in Deutschland möglich ist.

Nachdem in den letzten Tagen bereits die Avantgarde unserer politische Klasse und ihr Posaunenorchester angetreten waren, um den Bösewicht davon abzuhalten, die singenden Kreuzberger Jungs zu beleidigen, war es heute, nach erfolgter Pressekonferenz, an den Journalisten die Leitplanken zu streifen.

Den Höhepunkt des Abends gestaltete aber auch am Tag des multikulturellen Widerstands Beckmann, der souveräne Sprecher von Buckeldeutschland. An seinem Tisch nahmen nicht nur Größen aus Politik und Kultur, Wissenschafts- Entertainment und aus dem Vorstand der ältesten Partei aller Volksparteien Platz, auch der Autor des gefährlichen Buches durfte dabei sein, schließlich sind wir eine Demokratie. Autsch.

So verschieden die Menschen, die um den Tisch saßen, auch waren, eines hatten sie gemeinsam, den Abstand zur Unperson, die dem Gastgeber gegenüber saß, und als wäre das nicht schon der Ehre genug, auch noch mitreden wollte. Dabei war er in die Runde gar nicht aus dem Grund eingeladen worden, sondern um ihm die Leviten zu lesen, und zwar vor den Augen der gesamten Nation. Früher nannte man es einen Schauprozess.

Aber wir wollen nicht übertreiben. Der Rest der Runde bestand aus Empörten und Anklägern, aus Claqueuren. Sie übertrafen sich geradezu in der Verurteilung von Statistik und Genetik, und allem anderen aus dem Nähkästchen des Übeltäters, das er zwecks unglaubwürdiger Schilderung von Realität in Deutschland bei sich trug.

Realität? Davon hatten die Anwesenden anscheinend bis dato nur wenig gehört. Jedenfalls hatten sie recht wenig mit der Realität im Sinn. Frau Künast schilderte, sie habe das Buch im Zug nach Hamburg gelesen, 464 Seiten sind es, eine echte Leistung, muss man ehrlich zugeben. Neben ihr saß das Beispiel einer vorbildlichen Integration, Halb-Inder und allen kindlich gebliebenen bekannt durch seinen Wissenschaftszauber im Gebührenguckkasten. Aufgrund seiner immensen Kenntnisse aus den Naturwissenschaften versetzte er den Autor kurzerhand um 200 Jahre zurück. Das hätten wir auch gerne gehabt. Darwin statt Ranga Yogeshwar. Das Buch sagte er, tauge gar nichts, es sei vollkommen überflüssig, oder so ähnlich, warum aber stört es dann so?

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/sarrazin_fuer_erwachsene/


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