Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Zum Thema Religion

Chato, Friday, 13.08.2010, 10:59 (vor 5631 Tagen) @ Imageberater
bearbeitet von Chato, Friday, 13.08.2010, 11:02

Ok, es ist besser, religiöse, z.B. auch katholische Werte zu haben als gar
keine, denn ohne jegliche moralische Wertvorstellungen in einer
Gesellschaft mit solchen Moralvorstellungen eckt man zwangsläufig an.

Das ist jetzt aber schon ein bißchen stark untertrieben, daß man andernfalls "anecken" würde, oder nicht? Die Lage ist so, daß die schiere Weiterexistenz des göttlich gewordenen Atheisten schlicht und einfach beendet ist. Wäre der Mensch Gott, dann wäre ihm das natürlich unmöglich widerfahren. Ist es aber. Das bedeutet freilich nichts weniger, als die praktische Widerlegung deiner Auffassungen.

Es ist aber sinnvoller, sich über Sinn und Zweck dieser Werte Gedanken zu
machen. Dann braucht es keinen Gott mehr, denn man erkennt von ganz allein,
warum gewisse Regeln gelten und gelten müssen. Man hält sie ein, selbst
wenn ein Gott daher kommen und das Gegenteil fordern sollte.

Wer hält sich denn aus sich heraus an derart absolute Werte, daß sogar Gott es nicht schaffte, ihn davon abzubringen? Nicht ein einziger, selbstverständlich. Das ist derart evident, daß es nicht begründet werden muß. Es folgt nämlich bereits aus der Tatsache, daß sich der jeweilige Nachbar-Gott aus der Wohnung gegenüber an vollkommen andere Werte hält. Und daraus wiederum folgt natürlich, daß es sich eben nicht um absolute Werte handelt, sondern um Relativismus. Per se. Dieser Relativismus jedoch beweist uns gerade, daß er sich selbst aus der Welt schafft. Quod erat demonstrandum.

Die Vorstellung eines Gottes ist m.E. ein Relikt aus frühesten Kinder-,
Säuglingstagen, ein übrig gebliebenes psychisches Hilfskonstrukt, wenn man
so möchte, irgendwann sollte man erwachsen genug sein, ohne so was
auszukommen.

Wer sich in seinen eigenen Voraussetzungen derart drastisch irrt wie du, liefert damit natürlich kein Argument, sein Glaube sei etwas anderes, als ein Relikt aus frühesten Kinder- und Säuglingstagen, ein übriggebliebenes psychisches Hilfskonstrukt. Du hast einfach keine Ahnung, wovon du redest. Deine Auffassung über die Religion ist eine Projektion. In der könntest du dich selbst erkennen. Daß du es nicht vermagst, ist ein weiterer Beleg für deinen kardinalen Irrtum über deine eigenen Voraussetzungen. Sie sind evident verkehrt, denn sie scheitern an der ganz banalen Realität. Es ist ein narzißtischer Kinderglaube, trotzdem an diesem psychischen Hilfskonstrukt festzuhalten. Daß es so geschieht, beweist, worum es sich handelt.

Ist das wahr? Oder ist das nicht wahr?

Wenn man nie so erwachsen wird, ist es aber sinnvoll, das Hilfskonstrukt beizubehalten,
siehe erster Absatz.

Wer erwachsen geworden ist, gibt seine atheistischen Hilfskonstrukte auf. So herum wäre es zutreffend. Die einfachen Tatsachen beweisen es. Man braucht diese Tatsachen bloß zur Kenntnis zu nehmen. Es nicht zu tun, ist Kinderglaube.

Das Abendland geht an infantilem Narzißmus zugrunde. Es hat deswegen freilich auch nichts Besseres verdient.

Nick

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Wenn wir Toren wüßten, daß wir welche sind, wären wir keine.


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