Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

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Die sogenannten "Schwachen" und "Starken" ....

Sven ⌂, Wolfsburg, Friday, 09.07.2010, 13:25 (vor 5666 Tagen) @ Swen

"Übergewichtigkeit ist kein Zeichen von Wohlstand und gesunder
Lebensweise, sondern steht für das exakte Gegenteil."

Heisst aber auch, dass niemand aufgrund Hartz IV verhungern muss...

Müssen Straftäter im Gefängnis auch nicht.
Müssen auch entsorgte Väter mit gesteigerter Erwerbsobliegenheit nicht.

Leben die also auch im Wohlstand?

"Und nein, Hartzlern geht es nicht gut. Die Situation wird vielmehr als
bedrückend empfunden in der Kombination aus Stigmatisierung, Leben am
Existenzminimum und Ausgeliefertsein gegenüber den Behörden."

DEN Hartzler gibt es nicht. Da gibts solche und solche. In meinem Umfeld

kenne ich persönlich nur drei Leute die Hartz IV bekommen. Zwei davon sind
Mitte bis Ende vierzig. Beide leben seit ca. 10 Jahren von Hartz IV. Beide
arbeiten schwarz nebenher. Einer davon war gerade 3 Monate im Urlaub in
Australien. Zwei Wochen Urlaub in Italien sind in Planung. Sein Sohn (24)
hat auch vor zwei Jahren den Job geschmissen und ist seitdem auf Hartz. War
ihm alles zu stressig. Alle drei wollen keinen normalen Job mehr, weil sie
mit Hartz IV deutlich besser dastehn.

Mal ganz davon abgesehen, dass dies Einzelfälle sind:

Womit haben sie denn den Urlaub finanziert? Mit HIV oder doch eher mit der Schwarzarbeit? Und Schwarzarbeit gibt es erst seit Hartz IV?
Können die HIVler, die nicht schwarz arbeiten, auch monatelang in Urlaub fahren?

Nebenbei: Wer HIV bezieht, hat im Jahr 21 Tage "Urlaub", den er vorher beantragen - und selbstverständlich selber finanzieren muss. Den Rest des Jahres hat er sich "ortsnah" aufzuhalten.

Solange es Leute - wie vielleicht Du - mit einem
sogenannten "Helfer-Sysndrom" gibt, die aufgrund von Gutgläubigkeit aber
auch von Arroganz und Ignoranz glauben diesen "Schwachen" überlegen zu sein
und durch "helfen" Selbstwert und Lebenssinn ziehen, funktioniert diese
Erfolgsstrategie.

Soso. Jegliche sozialen Sicherungssysteme und Definitionen der Menschenwürde sind also nur einem Helfer-Syndrom geschuldet, das von allen Bedürftigen nur ausgenutzt wird. Beweis: Der Herr Swen kennt 2-3 Beispiele aus seinem Freundeskreis, die schwarz arbeiten. Und derlei Behauptung wird aufgestellt aufgrund des Todesfalls eines psychisch kranken Mannes, der ebenso wie seine Mutter damit überfordert war, derlei Leistungen überhaupt erst zu beantragen.

Danke für das Gespräch.


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