Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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OT: Frederick Forsyth: Aufruf an die Deutschen

Gast_bb, Friday, 18.06.2010, 15:47 (vor 5685 Tagen) @ Adam

Philosophisch gesehen hast du Recht, aber gesellschaftliches Zusammenleben lässt sich nicht in dieser Weise regeln. Das ist ja ein generelles Problem mit allen Fragen - je dichter man an das eigentliche Problem herangeht, desto unschärfer wird es. Insofern sind alle Regeln und Grenzen "willkürlich" gezogen, auch wenn es Argumente in die eine oder andere Richtung geben kann. - Bedeutet das, dass man alle Regeln und Grenzen über Bord werfen sollte, nur weil man etwas nicht exakt definieren kann? Meinungsfreiheit arbeitet selbst schon mit einem so unscharfen Begriff, denn was ist "Meinung"? Als Philosoph bist du mit der Sprechakttheorie vertraut; auch die Grenzen zwischen Rede und Handlung sind fließend. Absolute Freiheit bedeutet auch absolute Regellosigkeit. Deshalb tue ich mich mit der Forderung nach absoluter Meinungsfreiheit etwas schwer. Das ganze hat dann noch eine institutionelle Ebene (sind solche Sachen wie die Kampagne gegen Eva Herman, Kachelmanns Vorverurteilung etc. z.B. von der Meinungsfreiheit gedeckt? Können ja alle Medien die gleiche Meinung haben, aber kein Verbot dieser Vorverurteilung nötig machen, schließlich hat ja jeder das Recht, im Internet dagegen zu protestieren)


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