Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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OT: Frederick Forsyth: Aufruf an die Deutschen

Gast_bb, Friday, 18.06.2010, 15:20 (vor 5685 Tagen) @ Zeitgenosse

Da hast du schon Recht. Mein Beispiel war allerdings auch etwas schlecht gewählt. Das Grundproblem der Überzeugung durch Argumentation ähnelt sich allerdings schon. Feministinnen können wir nicht überzeugen, die Argumente liegen seit Jahren auf dem Tisch. Die Hoffnung muss darauf bauen, dass wir - obwohl die Medien wohl überwiegend in feministischer Hand sind - uns irgendwie Gehör verschaffen und die Mehrzahl der Unentschiedenen überzeugen können.

Mein Problem ist, dass ich dir einerseits zustimme, Meinungsfreiheit ist wichtig, selbst wenn die Meinung blödsinnig ist. Dann sollte sie mit Argumenten entkräftet werden. Aber das ist ein ideales Modell, dass immer noch nach Regeln der Diskussion "funktioniert".

Ich versuche das Problem mal von der Gegenseite aufzuziehen: Jedem Genozid oder der Gewalt gegen einzelne Gruppen geht Propaganda voran, Meinungsäußerungen, wenn du so willst. Antisemitismus, Rassismus, Apartheid, Völkermorde wie z.B. in Ruanda usw. beginnen nicht plötzlich, sie werden durch Propaganda und Hatespeech vorbereitet. Dabei gab es jedoch immer Gegenstimmen, Leute, die argumentierten, zu zeigen versuchten, wo diese Propaganda falsch lag. - Ich glaube, wir können uns aber darauf einigen, dass dagegen zu argumentieren in diesen Fällen ein Fehlschlag war. (Und nein, ich behaupte nicht, dass die Situation hier schon vergleichbar wäre.)

Das ist eine ernst gemeinte Frage: An welchem Punkt hört die Meinungsfreiheit auf, oder wie verhindert man solche Gewalt vorbereitende Propaganda?

Gruß


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