Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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OT: Frederick Forsyth: Aufruf an die Deutschen

Ekki, Friday, 18.06.2010, 03:42 (vor 5685 Tagen) @ Zeitgenosse

Hallo allerseits!


Prinzip eins: der Wahlkreis. In einem überschaubaren Wahlkreis leben
Menschen aller Art, jeder sozialen Herkunft und aller möglichen politischen
Überzeugungen. Aber weil sie ja nicht alle nach London bzw. Berlin fahren
können, brauchen sie einen guten und ehrliche Repräsentanten, den sie frei
wählen und der aus ihrer Mitte kommt. Dieses Ideal hat aber einen tödlichen
Feind im d'Hondtschen Sitzzuteilungsverfahren, das Brüssel schon vor langer
Zeit übernommen hat und das inzwischen in der ganzen EU vorherrschend ist.
Nach d'Hondt werden die Kandidaten von den Parteien bestimmt und den
Wählern von oben vorgesetzt.

Aha - und in Großbritannien mit seinem lupenreinen Mehrheitswahlrecht, wo d'Hont nie Fuß fassen konnte, werden die Kandidaten nicht in Hinterzimmern ausgekungelt?

Der Mann glaubt ja selbst nicht, was er schreibt!

Prinzip zwei: das unbedingte Recht zu fragen, nachzuhaken, nicht
einverstanden zu sein und die Mächtigen zur Rechenschaft zu ziehen - alles
unverzichtbar und dennoch im Verschwinden begriffen.

Und dieses Prinzip ist gegenüber der EU und ihren Mitgliedsstaaten verletzt?

Es ist bestürzend, zu sehen, wie nach dem Untergang des Ostblocks ausgerechnet gestandene Antikommunisten, die vor 1989 den Linken mit Recht den Vorwurf der Verharmlosung des real existierenden Sozialismus machten, nun, nach dem Verschwinden der roten Diktatur, allen Ernstes im Westen die Meinungsfreinheit bedroht sehen.

Damit sind sie genau auf dem Niveau der oben erwähnten Linken angekommen.

O Herr, wirf Hirn vom Himmel!

Gruß

Ekki

--
Ich will ficken, ohne zu zeugen oder zu zahlen.
Lustschreie sind mir wichtiger als Babygeplärr.


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