Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Vulgärfeministische Klischees

Roslin, Friday, 09.04.2010, 00:10 (vor 5747 Tagen) @ aufrechter
bearbeitet von Roslin, Friday, 09.04.2010, 00:26

was ist denn deine erklärung dafür, dass sie so unterrepräsentiert sind?

Woher weißt Du denn, dass sie unterrepräsentiert sind?!

Dazu müsstest Du erst einmal wissen, wie hoch der Frauenanteil unter den Bewerbern für Posten auf der jeweiligen Hierarchiestufe ist.

Wenn sich z.B. bei Professuren, die neu zu besetzen sind, nur 20% Frauen unter den Bewerbern finden, was der Fall ist, und 26% Frauen unter den Neuberufenen, was der Fall ist, dann geht feministische Propaganda damit hausieren, Frauen seien ja unterrepräsentiert, weil sie nur 26% der neuberufenen Professoren stellten, obwohl sie doch 80% der Studenten (Tiermedizin) oder wahlweise 52% der Bevölkerung stellten.
In Wirklichkeit sind weibliche Bewerber bereits deutlich privilegiert, stellen sie doch nur 20% der Bewerber, erhalten aber 26% der Posten.

Der bloße Anteil an einer Bevölkerungsgruppe/Studentengruppe ist kein Maß für das Ausmaß des Engagements und Interesses.
Sie stellen eben nicht 80% derjenigen, die so engagiert und interessiert an dem Posten sind, dass sie sich bewerben.

Weil Männer im Schnitt andere Präferenzen haben in ihrer Lebensführung als Frauen, weil Frauen im Schnitt andere Vorstellungen vom guten Leben haben als Männer verhalten sich Frauen und Männer unterschiedlich, im Schnitt.

Weil Männer keine Frauen und Frauen keine Männer sind und weil "männlich"disponierte Feministinnen das nicht einräumen, nachempfinden, zugestehen können und wollen, sondern denken, weil sie sich vor allem aus der männlich disponierten Minderheit der Frauen rekrutieren, die sich eher fühlen und verhalten wie durchschnittliche Männer, müssten alle oder doch wenigstens die Mehrheit der Frauen sich auch so fühlen und verhalten wie durchschnittliche Männer.

DAS TUN SIE ABER NICHT.

Und die gleichen Feministinnen schwadronieren dann davon, dass die durchschnittlichen Wesensunterschiede innerhalb eines Geschlechtes ja größer seien als die zwischen den Geschlechtern, was richtig ist.

Aber sie ziehen daraus keine Konsequenzen, indem sie etwa schlußfolgerten, dass die Frauen, die Männerkarrieren anstreben, nur eine Minderheit aus der Gruppe der Frauen sind, jene Minderheit, die den Satz, dass die Wesensunterschiede innerhalb der Gruppe der Frauen größer seien als die durchschnittlichen Unterschiede zwischen den Geschlechtern ja gerade richtig macht.

Beispiel:
Wenn Männer nur ein wenig entscheidungsfreudiger-aggressiver sind als Frauen, im Schnitt, dann gibt es viele Frauen, die entscheidungsfreudiger-aggressiver sind als viele Männer. Das sind jene Frauen, die auf der "männlichen" Seite der weiblichen Normalverteilung angesiedelt sind.
ABER die Gruppe derer, die dieses zwischen den Geschlechtern nur wenig unterschiedlich ausgeprägte Merkmal besonders stark ausgeprägt zeigt, wird fast ausschließlich männlich sein, ein Beruf, der dieses Merkmal "entscheidungsfreudig-aggressiv" in besonderem Maße erfordert, wird darum männlich dominiert sein.

Noch leichter fassliches Beispiel: Körpergröße.

Die Größe variiert innerhalb der Gruppe der Männer und der Frauen zwischen klein und groß normalverteilt.
Dabei ist die Gruppe der Männer im Durchschnitt etwas größer als die der Frauen.
Es gibt also viele Frauen, die größer sind als viele Männer.
ABER: Bei 1,85 m werde ich noch viele Männer finden, aber nur noch wenige Frauen, bei 2,00 m werde ich immer noch etliche Männer finden, aber fast keine Frauen mehr.

Solche Verteilungsgrößen müsste ich kennen, wenn ich entscheiden will, ob Frauen auf dieser oder jener Ebene, in diesem oder jenem Beruf tatsächlich unterrepräsentiert sind.
Der bloße Anteil an der Bevölkerung sagt darüber NICHTS!!!


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