Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Arte zeichet Männerrechtler als rachsüchtige Reaktionäre

Scipio Africanus, Sunday, 27.02.2005, 18:33 (vor 7646 Tagen) @ Wodan

Als Antwort auf: Re: Arte zeichet Männerrechtler als rachsüchtige Reaktionäre von Wodan am 27. Februar 2005 15:58:44:

22.03.05 21:35 ARTE
Die These der Autoren lautet, dass eine Gruppe von Reaktionären im Namen einer Mehrheit von liebenden und verantwortungsvollen Vätern deren legitime Interessen missbraucht, um Frauen und ihre Rechte öffentlich zu diskreditieren. Propagiert wird, die Beziehungen von Vätern und Kindern auch bei Trennung und Scheidung zu bewahren und zu schützen. Doch im Mittelpunkt steht nicht das Wohl der Kinder. In Wirklichkeit attackieren die Väterorganisationen die Errungenschaften der Frauen: das Recht auf Scheidung, das Recht auf geografische und berufliche Mobilität, das Recht auf Abtreibung und Schutz vor ehelicher Gewalt.

Feine Unterstellungen, die ihre Wirkung aber leider nicht verfehlen. Väter hat schon lange die Konotation "reaktionär" und "frauenfeindlich" erhalten.

In Wirklichkeit attackieren die Väterorganisationen die Tatsache, daß diese Errungenschaften NUR für Frauen gelten sollen, daß diese Errungenschaften also zwar unter dem Deckmantel der Gleichberechtigung eingeführt wurden, es aber in Wirklichkeit nicht um Gleichheit der Rechte, wozu auch Pflichten gehören, geht.

Genau beobachtet.

Das Wohl der Kinder indessen steht auch bei diesen Errungenschaften der Frauen nicht im Mittelpunkt, es sei denn, man wolle das Wohl der Kinder mit dem Wohl von Mutti gleichsetzen, was in der Tat im Hintergrund die Annahme ist. Hier ist man weniger von neuen Errungenschaften überzeugt, denn diese Auffassung ist wohl klassisches 19. Jahrhundert und hat in der Zeit zwischen 33 und 45 traurige Höhepunkte gefeiert.
Wer schreibt es ARTE?

Das Wohl der Mutter = Das Wohl der Kinder
Richtig, das ist nicht neu, sondern ein von den Frauen geliebtes Stück Patriarchat, dass sie auf keinen Fall aufgeben wollen.
Viele Frauen wollen nicht einsehen, dass Gleichberechtigung auch Abschied von Privilegien heisst.
Es sind gynokratische Vorstellungen, die in der Ueberhöhung der Mutterschaft ihren Ausdruck finden. Arne Hoffmanns Buch "Sind Frauen bessere Menschen" hat ein wunderbares Cover, das mehr als tausend Worte sagt.

scipio


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