Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Baron-Cohen

susu, Wednesday, 09.02.2005, 21:27 (vor 7665 Tagen) @ reinecke54

Als Antwort auf: Re: Baron-Cohen von reinecke54 am 09. Februar 2005 17:57:34:

Habe ich aber noch nicht ganz gelesen. Aber es wird beschrieben,
wie man die fingerlaengen misst: falte am handteller bis fingerspitze.
Gibt bei mir rechts 0.94 und links 0.99. Erstaunliche asymmetrie.
Aber zugegeben schludrig gemessen.

Eindeutig: Deine rechte Seite ist autistisch...
Betrachte nur mal die Spalten 8 und 10 der Grafik 1 (Seite 16). Da sind die Daten der männlichen und weiblichen Kontrollgruppe. Da guckt man wieder und wieder drauf und fragt sich, warum zum Henker diese Studie einen Geschlechtsdimorphismus bei den Fingerlängen belegt. Die Studie wird zitiert mit "males tend to have a longer ring
finger than their second finger" [als Frauen], aber die Grafik im zitierten Paper sagt:
2D:4D Männer 0,99 (SD:0,005)
2D:4D Frauen 0,99 (SD:0,005)

Weniger geschlechtsdimorph geht gar nicht.

Ich bin kein fachmann fuer statistische untersuchungen. Baron-Cohen
nennt ja den unterschied im EQ von frauen in der Discussion "slightly
but significantly higher". Ich denke, dass man das auch bei einem so
grossen ensemble sagen kann (ohne, dass ich das nachgerechnet haette),
auch wenn die SD ca 2 mal dem unterschied der mittelwerte sind.
(Unangenehmer ist, dass die kurven nicht sehr gausssch aussehen.)
Man vergleicht ja auch die lebenserwartung von maennern, sagen wir
in F und in D. Der unterschied ist vielleicht 1 jahr, aber die SD
ist sicherlich ein paar jaehrchen. Fraglich ist, ob der median nicht
ein schoeneres mass ist.

Die SD bei den Lebenserwartungen Nulljähriger ist etwa 2,5. Verringert sich mit e^A/const A- Alter, Konstante Negativ. Allerdings ist Lebenserwartung insofern etwas anderes, als das dort eben alle Personen gemessen werden, d.h. die Unterschiede sind signifikant weil keine Sample-Effekte auftreten.
Rein rechnerisch ist Baron-Cohens Ergebnis tatsächlich "slightly" aber eben icht "significantly" höher. Ich verwende gern Monte-Carlo Tests um schnell zu überprüfen ob ein Ergebnis signifikant von der Nullhypothese abweicht (d.h. ich nehme die Ergebnisse, weise allen Teilnehmenden Personen per Zufallsgenerator ein virtuelles Geschlecht zu und sehe dann, in welchem Bereich ein nicht korrelierter Faktor Ergebnisse liefert) und die Werte von Baron-Cohen sind absolut im Bereich dessen, was sich durch reinen Zufall erwarten läßt.

susu


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