Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: zwei Gehirntypen

susu, Wednesday, 09.02.2005, 00:01 (vor 7665 Tagen) @ BartS

Als Antwort auf: zwei Gehirntypen von BartS am 08. Februar 2005 18:28:23:

Hallo BartS

Wissenschaftler haben angeblich festgestellt, dass es zwei Gehirntypen gibt. Einmal der S-Typ, der die Welt vorwiegend systematisierend und analysierend begreift. Zum weiteren der E-Typ, der mehr auf Einfühlung ausgerichtet ist (vereinfacht dargestellt). Es sind letztlich zwei Prototypen. Männer besitzen mehrheitlich den S-Typ, aber auch Frauen können dieses besitzen.

OK, das ist Baron-Cohen. Und cih werde kurz erklären, warum die Studie, die zu diesem Ergebnis kam absoluter Müll ist.
Baron-Cohen stellte fest, daß dreimal so viele Männer autisten sind, wie Frauen (dies ist korrekt). Nun maß er eine Gruppe von Personen (N=30) und rasterte sie in zwei Koordinaten (soweit so gut). Bei den Frauen waren 3 Autistinnen, bei den Männern folglich 9 (dreimal so viele).

Wo liegt der Fehler? Der Fehler liegt in der Überrepräsentation von AutistInnen, der sich bei Männern stärker niederschlägt (hätte Cohen 10 Autistinnen genommen, wären alle seine Männer Autisten gewesen). Wenn wir die Rohdaten betrachten finden wir keinen Signifikanten Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Nicht-Autisten und keinen Signifikanten Unterschied zwischen den AutistInnen. Durch die Überrepräsentation kommt Cohen jedoch auf ein signifikantes Ergebnis für die Gesammtheit seiner Gruppe.

Evolutionspsychologen... Lernt endlich rechnen!

Ah ja, weil ich mal annehme, daß du das ließt, Andreas (d.a.): Es gibt einen zweiten Datensatz, der diese These "stützt". Es geht dabei um das Verhältnis von Ring und Zeigefinger (für die anderen, A.d.a. fragte mich mal dazu, wie diese Studien zu bewerten sind und ich fand erstaunliches [u.a. das Raten von Werten, aber mitlerweile auch einen groben Rechenfehler in der Statistik - statt einer Standardabweichung wurde der Fehler des Mittelwerts benutzt.] Ich arbeite mit einer kleinen Gruppe an einer neuen Studie zu diesem Thema und vorläufige Zahlen sprechen dafür, daß die bestehende Studie zu einem vollkommen falschen Ergebnis gelangt ist).

susu


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