Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Baron-Cohen

reinecke54, Wednesday, 09.02.2005, 19:57 (vor 7665 Tagen) @ susu

Als Antwort auf: Re: Baron-Cohen von susu am 09. Februar 2005 15:25:57:

Ja, die Fingerlängen werden allerdings in diesem Zusammenhang in Baron-Cohens zusammenfassendem Paper "The extreme male brain theory of autism" (2002) genannt.

Ich rate mal, es ist das paper in Cognitive Sciences
http://www.autismresearchcentre.com/papers/2002_BC_TICS.pdf.
Da werden keine zahlen genannt. Wohl aber wird wegen der
finger (sexually dimorphic somatic markers) dieses paper zitiert:
http://www.autismresearchcentre.com/papers/2002_Manning_etal.pdf.
Habe ich aber noch nicht ganz gelesen. Aber es wird beschrieben,
wie man die fingerlaengen misst: falte am handteller bis fingerspitze.
Gibt bei mir rechts 0.94 und links 0.99. Erstaunliche asymmetrie.
Aber zugegeben schludrig gemessen.

Der genannte Unterschied ist in dieser Kontrollgruppe messbar, die zentrale Frage ist hier, ob dieses Ergebnis signifikant für Männer und Frauen im allgemeinen ist. Und das wäre zu verneinen, denn die Differenz der mean-scores beträgt 5,4 die jeweiligen Standardabweichungen liegen mit 10,2 und 11,2 weit darüber. D.h. die in der Kontrollgruppe gemessene Differenz liegt im Bereich desssen, was bei keiner Grundsätzlichen Differenz zu erwarten wäre. Hier kommt der Zufall ins Spiel, wenn ich zwei Gruppen von Fossilien hätte, die ich über ein Merkmal (meist wären es mehrere die durch bestimmte Methoden auf vereinfachende parameter gebracht würden) differenzieren würde und ein solches Ergebnis hätte, würde ich in meine Publikation reischreiben, es handele sich um die gleiche Art mit zufälligen Variationen der erhaltenen Teilpopulationen.

Ich bin kein fachmann fuer statistische untersuchungen. Baron-Cohen
nennt ja den unterschied im EQ von frauen in der Discussion "slightly
but significantly higher". Ich denke, dass man das auch bei einem so
grossen ensemble sagen kann (ohne, dass ich das nachgerechnet haette),
auch wenn die SD ca 2 mal dem unterschied der mittelwerte sind.
(Unangenehmer ist, dass die kurven nicht sehr gausssch aussehen.)
Man vergleicht ja auch die lebenserwartung von maennern, sagen wir
in F und in D. Der unterschied ist vielleicht 1 jahr, aber die SD
ist sicherlich ein paar jaehrchen. Fraglich ist, ob der median nicht
ein schoeneres mass ist.


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