Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 1 - 20.06.2001 - 20.05.2006

67114 Postings in 8047 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Re: Vaterschaftstests - FDP-Bundestagsfraktion, Sibylle LAURISCHK:

Buchhalter, Wednesday, 05.01.2005, 15:59 (vor 7701 Tagen) @ hotstepper

Als Antwort auf: Vaterschaftstests - Frau Bender bringt es auf den Punkt... von hotstepper am 05. Januar 2005 13:40:54:

BERLIN. Zu der Ankündigung eines Gesetzentwurfes von Justizministerin Zypries zum Verbot heimlicher Vaterschaftstests erklärt die Familienrechtsexpertin der FDP-Bundestagsfraktion, Sibylle LAURISCHK:

Der wachsende graue Markt für Vaterschaftstests führt für die beteiligten Kinder und Mütter zunehmend zu einer unsicheren Rechtslage, die nicht weiter hinzunehmen ist. Die Initiative von Justizministerin Zypries, hier eine verlässliche Regelung zu schaffen, ist überfällig. Aufgabe des Gesetzgebers wird es sein, die wiederstreitenden Interessen von informationsbedürftigen Vätern, verunsicherten Müttern und Kindern und dem wachsenden Kreis von Testanbietern ausgewogen zu regeln. Der Vertrauensschutz der betroffenen Kinder auf eine verlässliche Familiensituation und ihre Kenntnis der Verwendung ihres genetischen Materials muss Vorrang haben. Das Informationsinteresse von Vätern wird schon nach heutiger Rechtslage im Rahmen der gesetzlichen Anfechtungsmöglichkeiten geschützt. Deshalb sollten Vaterschaftstests nur bei Nachweis vorheriger Information der betroffenen Mütter und Kinder von den anbietenden Instituten durchgeführt werden dürfen. So bleibt auch betroffenen Müttern und Kindern die Möglichkeit, in begründeten Fällen einen Test abzulehnen. Der testwillige Vater muss sich vor Testbeauftragung über die familiären Konsequenzen im Klaren sein. Transparenz muss Ziel der Gesetzgebung sein, überzogene strafrechtliche Lösungen fördern den wachsenden Markt heimlicher Tests. Den Testinstituten muss an einer seriösen Arbeitsweise gelegen sein. Nur so ist Rechtssicherheit für alle Beteiligten zu schaffen.

Knut Steinhäuser
Telefon: (030) 227-52388
pressestelle@fdp-bundestag.de

---------------------------------------------------------------------------------------------
Wenn Sie diesen Service nicht mehr nutzen wollen, können Sie ihn unter
http://www.liberale.de/portal/index.phtml?service=1 wieder abbestellen.

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

"Derartige Tests seien gegen die Interessen von Frauen und Kindern gerichtet und müssten bestraft werden."
Ja nee, is klar...
hotstepper


gesamter Thread:

 

powered by my little forum