Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: @ Nick, Arne und Rüdiger

Max, Tuesday, 04.01.2005, 23:42 (vor 7701 Tagen) @ Rüdiger

Als Antwort auf: Re: @ Nick, Arne und Rüdiger von Rüdiger am 04. Januar 2005 21:22:18:

Hi Rüdiger,

By the way: Wenn alle "ihre Intimität geheimhielten", wären die Schwulen heute noch eine verfolgte, verborgene Minderheit. Das konnten sie nämlich nur ändern, indem sich einige mutig selbst outeten und dadurch irgendwann die Öffentlichkeit zwangen, von ihnen Notiz zu nehmen und die veralteten Gesetze zu ändern. Und wie die Schwulen, so später die SMer ....

...das ist sicher richtig. Leider ist aber auch wahr, daß es einen gutmenschlichen Gesinnungsterror gibt, der scheinheilig für sich beansprucht, doch "nur der Toleranz zum Durchbruch verhelfen zu wollen" und kaltschnäuzig kulturelle Werte entwertet, die tatsächlich einmal etwas wert gewesen sind - die Ehe zum Beispiel. Daß Schwule ein schwules Leben führen - fein, sollen sie. Wenn aber Ehe und Familie aus gutem Grund unter den Schutz des Staates gestellt waren, dann frage ich mich, worin denn der gute Grund im Falle einer Schwulenehe bestehen soll. Mit "Familie als Keimzelle des Staates" kann´s ja wohl nicht sonderlich viel zu tun haben.
Ich bin wirklich ein toleranter Mensch, aber nicht so blöde, als daß ich mir die "ideologische Zwangsjacke der Toleranz" als "Toleranz" andrehen lasse.
Das war zwar gar nicht Dein Punkt, ich hab´s auch nur mal so drangefügt, damit hier keine Mißverständnisse entstehen.

Freundlicher Gruß - Max


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