Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: @Arne und Rüdiger

Rüdiger, Tuesday, 04.01.2005, 20:12 (vor 7701 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Re: @Arne und Rüdiger von Arne Hoffmann am 04. Januar 2005 13:24:55:

Ja, ich halte es generell für möglich. Kommt natürlich auf den Intelligenzquotienten der einzelnen Frau an. Und ich hielte in diesem Zusammenhang eine nachträgliche Begründung ihres eigenen Überlegenheitsgefühls für wahrscheinlicher. Manche Frau mag sich aus irgendeiner Neurose heraus als die Krone der Schöpfung phantasieren und im Nachhinein das Verhalten devoter Männer als "Beleg" interpretieren. Umgekehrt gibt es bestimmt auch Männer, die unterwürfige Frauen als "Beleg" dafür heranziehen, dass der Mann dem Weibe überlegen ist. Die Frage ist, ob man all seine Äußerungen danach abwägen sollte, ob irgendwelche Halbidioten sie versehentlich oder gezielt missverstehen können.

So sehe ich es auch. Als 1989 im Gefolge des Buches "Lust an der Unterwerfung" sich zum ersten Mal weibliche Masochistinnen outeten, schäumten Emma & Co. vor Empörung. Entweder leugneten sie, daß es so was gab, oder es hieß, die offen bekundete Existenz solcher Frauen ermutige viele primitive Männer zu sagen: Na bitte, ich hab's ja immer gewußt, die wollen ja alle nur so richtig rangenommen werden. Eine Gefahr, die bei schlichteren Gemütern durchaus besteht - aber soll man deshalb alles "ad usum delphini" reinigen? Nur noch sagen und schreiben dürfen, was auch der größte Trottel nicht mißverstehen kann? Wenn Feministinnen auf SM herumreiten, dann ist ja meist nur von diesem "Maledom"-Aspekt die Rede, von männlichen Herren und weiblichen Sklavinnen. Das müsse man verbieten, die erniedrigende Darstellung der Frau, heißt es dann. Die andere Seite (Sklaven und Herrinnen) werden meist ausgeblendet.

Ja, möglich ist es schon, daß die Existenz männlicher Masos manchen Frauen zu Kopf steigt, aber siehe oben: Man muß sich bei seinen Äußerungen nicht danach richten, was irgendein (männlicher oder weiblicher) Trottel mißverstehen könnte. Ich zumindest lehne das ab, es würde die Freiheit meiner Rede unangemessen beschränken.

Gruß, Rüdiger


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