Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Verhütungsmittel (nicht) auf Krankenschein

Ekki, Tuesday, 31.08.2004, 11:30 (vor 7829 Tagen) @ hquer

Als Antwort auf: Re: Verhütungsmittel (nicht) auf Krankenschein von hquer am 30. August 2004 17:03:26:

Hallo, hquer!

Also warum soll meine KV für Schwangerschaftabbrüche oder für Kontrazeptiva mit meinem Geld zahlen? Warum dann nicht auch für Wellness-Urlaube oder Club-Ferien oder für ein schönes großes Auto für mich und andere?

Weil außer dem Tod nichts anderes auf der Welt so weitreichende und unumkehrbare Folgen hat wie die Zeugung eines Kindes, und weil eine Frau, bei der andere Mittel versagt habe, meiner Meinung nach auch diese Möglichkeit offenstehen sollte.

Dies, wie gesagt, von der Warte eines Wertesystems aus argumentiert, innerhalb dessen die Zeugung eines Menschen nicht der höchste Lebenszweck ist und durchaus ein unerwünschtes Ereignis darstellen kann, dessen Ergebnis (ein Kind) man dann eben nicht annehmen muß.

Daß man aufgrund anderer Wertesysteme zu anderen Ergebnissen kommen muß, ist mir klar.

Und eben deshalb ist die Entscheidung, Verhütungsmittel - die ja die Zahl der Abtreibungen gerade minimieren sollen! - nicht von der Krankenkasse bezahlen zu lassen, mitnichten eine rein fiskalische, sondern eine weltanschauliche Entscheidung. Dies wird übrigens von den Verfechtern dieser Linie bei jeder Gelegenheit unterstrichen, ist also keine Unterstellung von mir.

Gruß

Ekki


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