Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 1 - 20.06.2001 - 20.05.2006

67114 Postings in 8047 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Re: Verhütungsmittel (nicht) auf Krankenschein

hquer, Monday, 30.08.2004, 20:03 (vor 7830 Tagen) @ Ekki

Als Antwort auf: Re: Verhütungsmittel (nicht) auf Krankenschein von Ekki am 30. August 2004 12:07:32:

Sorry Ekki, aber hier kann ich nicht folgen. Solange Krankenkassen gesetzlicherweise als Zwangskassen im Umlageprinzip installiert sind, sich weder risikoäquivalente Prämienberechnungen ergeben noch sonst irgendeine Bezug zur Versicherungsmathematik haben und im Gegenteil einen großen Teil der eingezahlten Prämien im aufgeblähten Apparaten verfrühstücken, habe ich nur ein Interesse: absolut minimale Einzahlung durch absolute Beschränkung auf NOTWENDIG gesundheitliche Leistungen. "Notwendig" bezieht sich hier auf für das Leben und die Gesundheit notwendig.

Wenn Du Deine Aussagen auf die freie Wirtschaft beziehst, bin ich d'accord.
Natürlich bleibt es einem privaten Versicherer unbenommen, eine private Schwangerschafts-Frauenproblem- oder was weiß ich für-Versicherung aufzulegen und die dafür notwendigen Prämien zu verlangen.
Klar ist auch, daß ich da keine Police kaufen würde, denn mich als Mann betrifft das nicht.
Auch der gesetzlichen Kasse wäre dieser Weg prinzipiell offen, sie darf aber keine Zwangsgelder für sowas verwenden.

Wenn eine Frau nicht schwanger werden will, hat sie mehrere Möglichkeiten:

1.: kein Sex = kostenlos, dafür unbequem und schwierig auf Dauer
2.: Sex, aber nicht vaginal = kostenlos, bequemer aber nicht wirklich toll auf Dauer
3.: Präser = billig, telweise bequemer als 2. aber auch nicht das Wahre
4.: chem. Kontrazeptiva = teurer bis teuer - aber dafür sehr bequem
5... diverse andere Techniken, die auch bewertet werden könnten

Warum sollte ich für den Wunsch nach Bequemlichket von irgendjemand mit meinen Geldern aufkommen, wenn ich nicht durch Risikoteilung auch für mich etwas daraus gewinne (Versicherungsprinzip)?

Also warum soll meine KV für Schwangerschaftabbrüche oder für Kontrazeptiva mit meinem Geld zahlen? Warum dann nicht auch für Wellness-Urlaube oder Club-Ferien oder für ein schönes großes Auto für mich und andere?

Nö - Verhütung geht mich bei anderen nix an und meine Verhütung geht die anderen nix an. Die dürfen weder wollen, daß ich verhüte, noch daß ich nicht verhüte. Das mach' ich privat - je nach meinem Gusto und nach meiner Kasse. Ein Auto kauf' ich mir auch nach einer Sicht auf meine Kassenlage und ich erwarte, daß das auch die anderen tun und mich mit ihrem Konsumverhalten nicht belästigen oder gar die Unverschämtheit besitzen, mein Geld für ihren Spaß zu wollen

meint hquer


gesamter Thread:

 

powered by my little forum