Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 1 - 20.06.2001 - 20.05.2006

67114 Postings in 8047 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Vom 100. ins 1000.

Texaco, Sunday, 25.07.2004, 02:34 (vor 7866 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Hierzu auch eine Meldung der Netzeitung von Andreas am 24. Juli 2004 17:19:48:

Genau sowas meinte ich. Was haben den jetzt niedrigere Verbrauchssteuern auf bestimmte Güter (gar nicht mal das allgemeine Preisniveau) im Ausland, stinkreiche Einkommens-Steuerflüchtlinge, und die Hartz-Reformen miteinander zu tun? Das kann man nur miteinander verquicken, wenn man grundsätzlich das Steuer-Niveau als zu hoch ansieht. Dem würde zwar jeder liebend gerne zustimmen, aber gewonnen ist mit einem solchen Statement rein gar nichts. Es bleibt eine kraus Logik:

1. Abhängig Beschäftigte sollen entlastet werden - Hartz-Reformen tun doch genau dies. Eine Umverteilung von den Arbeitenden zu den Nicht-Arbeitenden weniger.
2. Die Steuern sind zu hoch? Wären sie nicht, wenn sich alle beteiligen würden. Die Reichen entziehen sich; in die Röhre gucken die hier Arbeitenden, weil sie die Steuerlast jetzt vor allem tragen müssen. Wie kann man das dem Staat anlasten und gleichzeitig die Flüchtigen als leuchtendes Beispiel ansehen?
3. Indirekte Steuern zu hoch? Sind sie verglichen mit Frankreich nicht, es sei denn, sie hätten in den letzen Jahren massiv gesenkt. Vielleicht sind der Sprit und der Tabak billiger - na schön. Aber besser man besteuert sowas als man besteuert die Arbeit!

Also wie denn nun? Man kann nicht gegen alle Steuern sein - man muß sich entscheiden, welche man will, und welche nicht. Und sich über die Konsequenzen im klaren sein.

Bleibt als letztes Argument die Verschwendung von Steuergeldern: Die staatlichen Ausgaben für (und somit der wirtschaftliche Schaden durch) den Feminismus dürfte - selbst wenn man ihn sehr hoch schätzt - unter 5 Milliarden Euro liegen. Oder kann mir jemand vorrechnen, daß es nicht 6,7,8 sondern 20,50,100 Mrd sind? Keine Frage, es geht um viel Geld, aber alle wirtschaftlichen Probleme auf den Feminismus zurückführen zu wollen, ist einfach absurd.
(Etwas anders dürfte es bei der demographischen Entwicklung sein. Indem Frauen Kinder nicht mehr so dringend wollen, UND weil der "Ertrag" aus dem Nachwuchs nicht direkt den Eltern, sondern allen Rentnern zugute kommt, ziehen die Leute selbst keine Kinder mehr groß. Jedenfalls sagen das die Ökonomen.)


gesamter Thread:

 

powered by my little forum