Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Oh jehmine!.../ - ganz genau, oh jemine!

Max, Saturday, 24.07.2004, 15:26 (vor 7867 Tagen) @ Texaco

Als Antwort auf: Oh jehmine! von Texaco am 24. Juli 2004 11:46:14:

Hi Texaco,

Liebe Leute, Steuern werden für Gemeinschaftsaufgaben erhoben, und da ist es eben nötig - und vor allen Dingen fair - daß sich keiner davonstiehlt.

...ach ja? Steuern werden für Gemeinschaftsaufgaben erhoben? Na, dann will ich mich mal beeilen, den ganzen Schwachsinn, der aus Steuern finanziert wird, als Gemeinschaftsaufgabe anzusehen.
Texaco, so blöde ist hier keiner, als daß er nicht wüßte, wie das mit den Steuern, dem Staat und dem Steuerzahler gedacht ist, rein technisch gesehen. Unmittelbar zusammenhängend damit stellt sich aber die Frage, was denn Gemeinschaftsaufgaben zu sein haben! Und bei der Erörterung dieser Frage kann man, besonders als Mann, als (Ex)Ehemann und Vater, durchaus zu der Ansicht gelangen, daß man mit einem Gutteil der Steuern, die man entrichtet, sich selber ins Knie schiesst, quasi seine eigene Diskriminierung finanziert. Und so ein Verhalten soll nicht blöde sein?
Gemeinschaftsaufgaben hin oder her, aber wer definiert die denn? Eine "politische Klasse" definiert die, die lediglich denen nach dem Maul redet, die ihnen die Wiederwahl oder eine Wahl überhaupt garantieren, den Frauen nämlich. Und nachdem sich Frauen im allgemeinen für alles mögliche interessieren, außer für Politik, wird natürlich auch die Definition dessen, was Gemeinschaftsaufgabe zu sein hat, eine Frage danach, wieviele Megatonnen Rosinen für diejenigen "gemeinschaftlich zu finanzieren" seien, die sich eben für nichts anderes als ihre Rosinen interessieren. Mit Politik und politischem Bewußtsein hat das alles nichts zu tun - nur mit "politischem" Machterhalt durch Bauchpinselei der BescheuertInnen.

Natürlich gibt es staatliche Verschwendung. (Die gibt übrigens auch in der Privatwirtschaft, und zwar durchaus mit dem Geld der anderen.) Und richtig, in Deutschland sind die Steuern zu hoch. Mit jeder neuen Privatisierung müssten sie eigentlich gesenkt werden. Alles richtig.

...eben.

ABER: Es gibt auch ein Problem auf der Seite der Einnahmen. Und das lautet: Gerade wer reich ist, kann sich davonstehlen. Das Geld kann fliehen, die Arbeit nicht. Und die abhängig Beschäftigten können noch nicht einmal bescheißen.

...die abhängig Beschäftigten sind wirklich die Gearschten. Und eine Lohnsteuerkarte verdient heutzutage die Bezeichnung "Ausbeutungsnachweiskarte". Ergo: Um frei zu werden entledige ich mich zuallerst der sog. Lohnsteuerkarte. Alles andere wird sich weisen...

Sie sind es, die arbeiten, die die solidarischen Sozialkassen füllen, die die deutsche Einheit bezahlen usw.

...Zeit, daß sie es endlich sein lassen.

Die Konjunktur hierzulande zieht nicht an, weil die Binnennachfrage fehlt. Warum bloß?

...wir haben eine sog. Staatsquote bei öffentlichen Aufträgen von über 50 Prozent. Noch Fragen?

Gruß - Max


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