Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Das Chef-Redakteurchen

Texaco, Saturday, 24.07.2004, 14:44 (vor 7867 Tagen) @ Max

Als Antwort auf: Re: Der Massenwahnsinn in Deutschland und Europa von Max am 23. Juli 2004 11:20:17:

"Die deutsche Krankheit"[/b], Autor Johannes Willms. Willms ist Chefredakteur der SZ in München und hat dieses, leider wenig beachtete Buch 2001 im Hanser Verlag herausgebracht. (ISBN 3-446-20078-9)Es wurde übrigens in der ZEIT damals sehr positiv besprochen.

Willms ist (war?) Feuilleton-Chef der SZ. In seinem Ressort werden feministische Traktate veröffentlich, die höchstens für das Irrenhaus qualifizieren. Eine Gegenposition sucht man vergebens. Dabei wäre genau der Feuilleton der Ort und Hort, an dem traditionell Tabus zuerst mit Witz&Geist gebrochen, besprochen, unterwandert werden. Sobald es aber um den Feminismus geht, regiert auch hier die politische Korrektheit.

Das schrieb einst der Chef höchstpersönlich im ersten Satz: "Die Verlierer des Endes des Patriachats sind die Jungen." Das ist die allerletzte geföhnte Weichei-Prosa. Er hält sich wohl für sensibel und mutig, weil er feministisch verursachte Schäden wahrnimmt, bestätigt dann aber schon mit seiner Wortwahl die feministische Sicht. Das Nachdenken hat hier aufgehört, bevor es angefangen hat. Mehr noch: Indem er es als ein rein männliches Problem beschreibt, liefert er Feministinnen noch eine Steilvorlage.

Das ist die SZ: Nicht einmal der Chef traut sich! Oder er merkt es nicht. Willms wirkt auf mich wie ein seichter middle-of-the-road Mann, einer aufgrund seiner Stromlinineförmigkeit der Chef geworden ist.


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