Re: Verdienstmöglichkeiten - wie ist es wirklich?
Als Antwort auf: Re: Verdienstmöglichkeiten - wie ist es wirklich? von Pokemon am 30. Mai 2004 19:39:58:
"Es ist heutzutage immer noch gang und gäbe, dass Frauen für den gleichen Job schlechter bezahlt werden als ihre männlichen Kollegen.
Ich frage mich, woher die gute Frau Auermann das eigentlich so genau weiß, daß Frauen schlechter bezahlt werden als Männer.
Das dachte ich eigentlich auch immer. Immerhin wird es ja tagein tagaus in allen Zeitungen behauptet. Mal `ne ganz doofe Frage: Wenn es nicht stimmt, weshalb verbreiten die dann so`n Mist? Das stiftet doch nur Unfrieden.
Weiß denn jemand wie es wirklich aussieht? Ob Frauen wirklich für gleiche Leistung, insofern die denn messbar ist, weniger verdienen?
Pokemon
Ich habe mich vor etwa einem Jahr mal etwas intensiver mit diesem Mythos beschäftigt. Das erste Problem besteht schlichtweg darin, daß die Zeitungen einfach voneinander abschreiben. So wurde ich auf Nachfragen hin von einer Zeitung zur anderen weitergeleitet - ohne das feststellbar gewesen wäre, woher nun eigentlich die "Urquelle" stammt. Bei einigen Zeitungen stammte das Märchen von der "geringer entlohnten Frau" aus Interviews, die geführt wurden - natürlich mit Frauenpolitikerinnen. Nachgeprüft wurden diese Angaben allerdings nicht. Einmal bin ich einen Schritt weitergekommen, damals hat mich eine Zeitung an die dpa weitergeleitet und durch weiteres Nachforschen wurde ich auf eine Studie aufmerksam, die - wie sollte es anders sein - vom Frauenministerium stammte. Also habe ich mal beim Frauenministerium nachgefragt und diese Studie angefordert. Die Studie selbst wurde von Karin Tondorf durchgeführt und hieß "Equal Pay". Zunächst einmal zur Autorin dieser Studie. Diese Frau stammt wohl offensichtlich aus feministischen Kreisen. Bei der ersten Durchsicht der Studie hatte ich demenstprechend auch das Gefühl, daß hier das Ergebnis schon von vornherein feststand und die Studie dementsprechend "angepaßt" wurde. Der erste Eindruck wurde beim genauen Lesen dann auch bestätigt. Es werden Situationen regelrecht künstlich konstruiert, Fallbeispiele auf eine fast grauselige Art und Weise zurechtgebogen, so daß dem Leser tatsächlich überall dort eine Ungerechtigkeit vorgegaukelt wird, wo in Wirklichkeit keine ist. Die Strategie war denkbar einfach.
Zunächst einmal wurde in der Studie kleinlaut festgestellt, daß eine direkte Ungleichbehandlung nicht feststellbar ist - also mußte sich das Frauenministerium eine Ungleichbehandlung ausdenken. Eine Programmiererin im Unternehmen A verdient natürlich genauso viel wie ein Programmierer im selben Unternehmen und in vergleichbarer Position. Bei einem direkten Vergleich gibt es also keine Unterschiede. Was macht das Frauenministerium? Da werden zunächst einmal Berufsgruppen benannt, in denen vorwiegend Frauen arbeiten und es werden Berufsgruppen benannt, in denen hauptsächlich Männer arbeiten. Da gibt es dann bspw. die Berufsgruppe der Schreibkräfte (weiblich dominiert) und die Berufsgruppe der Lagerarbeiter (männlich). Dann wird einfach willkürlich BEHAUPTET, daß beide Berufsgruppen gleiche Leistung aufbringen. Desweiteren wird festgestellt, daß Frauen in der Gruppe der Schreibkräfte DURCHSCHNITTLICH weniger verdienen als Männer in der Gruppe der Lagerarbeiter. Daraus wird dann die Schlußfolgerung abgeleitet, Frauen würde bei gleicher Leistung weniger verdienen als Männer.
Zunächst einmal ist der Vergleich absolut unsinnig. Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen. Was überhaupt nicht mit berücksichtigt wird, sind bspw. Begleitumstände wie Nachtschicht bei Lagerarbeitern, Gesundheitsgefahren, Zuschläge für Mehrarbeit usw. Hier merkt man insbesondere, daß die Frauen im Ministerium noch nie richtig gearbeitet haben. Wenn die feinen Quotendamen nämlich mal in einem Lager Material geschleppt hätten, dann würden sie nicht auf solchen Blödsinn kommen.
Bei anderen Vergleichen ist es ganz ähnlich - bspw. Bei Erzieherinnen und Fachinformatikern. Dort werden Sachverhalte wie Verantwortungsbereich, Überstunden und Position überhaupt nicht mit berücksichtigt.
Insgesamt betrachtet hat man bei dieser Studie eher das Gefühl, daß hier aus Mangel an Beweisen und aus einer ersten Verlegenheit heraus einfach eine Ungleichbehandlung willkürlich konstruiert wurde - ohne irgendwelche handfesten Beweise. Fakt ist: Frauen werden für gleiche Leistung genauso gut bezahlt wie Männer auch. Da gibt es keine Unterschiede.
Das kann man übrigens auch gerne mal selbst testen! Wenn sich eine Frauenpolitikerin nochmal darüber aufregt, daß eine Erzieherin weniger verdient als ein Kanalarbeiter, dann würde ich mal dezent nachfragen, wofür sich die Dame denn eher entscheiden würde: einen Tag lang als Erzieherin in einem Kindergarten oder einen Tag lang als Kanalarbeiterin zu arbeiten. Wie Du Dir sicher denken kannst, bekommt man in solchen Fällen bezeichnenderweise keine Antwort mehr.
Gruß
Andreas
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